Großbritannien führt alternatives System zu Horizon Europe ein

Die britische Regierung hat ihre eigene Alternative zum Forschungs- und Entwicklungsprogramm Horizon Europe ins Leben gerufen.

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Ein Sprecher der Europäischen Kommission sagte, die EU habe die britische Regierung darüber informiert, dass sie "für den Zeitraum, in dem sie nicht an dem Programm beteiligt war, also von 2021 bis 2022, keinen Beitrag zahlen müsse." [FOTOLIA.COM/DONFIORE]

Die britische Regierung hat ihre eigene Alternative zum Forschungs- und Entwicklungsprogramm Horizon Europe ins Leben gerufen.

Ein Sprecher der Europäischen Kommission sagte, die EU habe die britische Regierung darüber informiert, dass sie „für den Zeitraum, in dem sie nicht an dem Programm beteiligt war, also von 2021 bis 2022, keinen Beitrag zahlen müsse.“

Diese Erklärung folgte auf ein Treffen in Brüssel zwischen der britischen Ministerin für Wissenschaft und Technologie, Michelle Donelan, und der EU-Forschungskommissarin Mariya Gabriel Anfang des Monats, bei dem die britische Delegation erklärte, sie wolle ihre Beiträge zu Horizon neu verhandeln, um die zwei Jahre außerhalb des Programms zu berücksichtigen.

Der Zugang des Vereinigten Königreichs zu Horizon Europe war Teil des Handels- und Kooperationsabkommens (TCA), welches die Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich nach dem Brexit regelt. Die britischen Universitäten und Forscher wurden jedoch von dem Programm ausgeschlossen, nachdem die Europäische Kommission den im TCA vorgesehenen Assoziationsstatus an die Umsetzung des Nordirland-Protokolls geknüpft hatte.

Nach der Vereinbarung des Windsor-Rahmenabkommens zwischen dem Vereinigten Königreich und der Kommission im Februar, das nun von beiden Seiten in Kraft gesetzt wurde, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass sie sich schnell um den Abschluss des Assoziierungsstatus des Vereinigten Königreichs mit Horizon bemühen werde.

Die Zusicherungen der Kommission bezüglich des britischen Beitrags zu Horizon dürfte eines der größten Hindernisse für die Freigabe des Zugangs zum Forschungsfonds beseitigen.

Auch die EU hat ein großes Interesse daran, den Status des Vereinigten Königreichs zu klären.

Obwohl das Vereinigte Königreich zu den Hauptnutznießern der EU-Forschungs- und Entwicklungsprogramme gehörte, argumentieren britische Minister, dass die zweijährige Verzögerung beim Zugang zu Horizon Universitäten und die Forschung stark benachteiligt hätte, da viele Projekte mehrjähriger Natur sind und bereits ohne britische Beteiligung begonnen wurden.

Letzte Woche hat die britische Regierung ihr „Pioneer“-Programm veröffentlicht, ihre nationale Alternative zu Horizon, welcher von 2021 bis 2027 den gleichen Betrag an Fördermitteln erhalten soll, welche die Regierung für eine Assoziierung mit Horizon gezahlt hätte. Das bedeutet, dass das Vereinigte Königreich rund 14,6 Milliarden Pfund in den Sektor investieren wird.

„Die Akademie und die breitere globale Forschungs- und Innovationsgemeinschaft haben sich immer für eine Assoziierung Großbritanniens mit Horizon Europe ausgesprochen“, sagte Sir Jim McDonald, Präsident der Royal Academy of Engineering.