Großbritannien tritt offiziell dem indopazifischen Handelsbündnis bei

Großbritannien ist am Sonntag (15. Dezember) als erstes europäisches Land einem großen indopazifischen Handelsbündnis beigetreten. Der Zusammenschluss wurde als das größte Handelsabkommen des Landes seit dem Brexit gefeiert.

EURACTIV.com with AFP
Trans-Pacific Partnership (CPTPP) to commence on 30 December
Das Bündnis umfasst die G7-Mitgliedsländer Kanada und Japan sowie die langjährigen Verbündeten Australien und Neuseeland neben Brunei, Chile, Malaysia, Mexiko, Peru, Singapur und Vietnam. [EPA-EFE/DAVID CROSLING]

Großbritannien ist am Sonntag (15. Dezember) als erstes europäisches Land einem großen indopazifischen Handelsbündnis beigetreten. Der Zusammenschluss wurde als das größte Handelsabkommen des Landes seit dem Brexit gefeiert.

Das Vereinigte Königreich ist nun offiziell das 12. Mitglied der Umfassenden und fortschrittlichen Vereinbarung für eine Trans-Pazifische Partnerschaft (CPTPP).

Im vergangenen Jahr hat das Vereinigte Königreich den Beitrittsvertrag offiziell unterzeichnet.

Die Regierung hofft, dass die Mitgliedschaft die schwächelnde britische Wirtschaft um bis zu zwei Milliarden Pfund (2,5 Milliarden US-Dollar) pro Jahr ankurbeln wird.

Nach Angaben der Regierung belief sich der Wert des gesamten britischen Handels in den zwölf Monaten bis Ende September auf 1,7 Billionen Pfund.

Das Bündnis umfasst die G7-Mitgliedsländer Kanada und Japan sowie die langjährigen Verbündeten Australien und Neuseeland neben Brunei, Chile, Malaysia, Mexiko, Peru, Singapur und Vietnam.

2018 gründete sich die Allianz als Widerstandsbündnis gegen die chinesische Dominanz in der Region, obwohl Beijing einen Beitrittsantrag gestellt hat.

Das Handelsbündnis macht etwa 15 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus und wird den britischen Unternehmen einen Marktzugang mit mehr als 500 Millionen Menschen verschaffen.

Die vorherige konservative Regierung unterzeichnete das Abkommen im Juli 2023. Der damalige Wirtschafts- und Handelsministerin Kemi Badenoch bezeichnete es damals als „das größte Handelsabkommen“ seit dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU.

Seit seinem Austritt aus dem EU-Binnenmarkt Anfang 2021 hat das Vereinigte Königreich eine Reihe von Handelsabkommen abgeschlossen, unter anderem mit Australien, Neuseeland und Singapur.

Ein Abkommen mit den Golfstaaten wird weiterhin angestrebt. Im vergangenen Monat kündigte der Labour-Premierminister Keir Starmer an, dass Großbritannien und Indien die ins Stocken geratenen Gespräche über ein Freihandelsabkommen wieder aufnehmen werden.

Ein begehrtes Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten ist nach wie vor nicht in Sicht und könnte noch unwahrscheinlicher werden, wenn Donald Trump im Januar ins Weiße Haus einzieht.

Auch ein Abkommen mit Kanada ist nicht zustande gekommen.

[Bearbeitet von Jeremias Lin]