Halloween-Randale: Österreich will Folgen für beteiligte Asylbewerber
Es werde Konsequenzen geben für die ungefähr 100 jungen Asylbewerber:innen, die mit anderen Jugendlichen in Linz das Netflix-Drama Athena nachspielten und gewalttätig gegen Passanten wurden, erklärte Innenminister Gerhard Karner.
Es werde Konsequenzen geben für die ungefähr 100 jungen Asylbewerber:innen, die mit anderen Jugendlichen in Linz das Netflix-Drama Athena nachspielten und gewalttätig gegen Passanten wurden, erklärte Innenminister Gerhard Karner.
Ausschreitungen gab es zu Halloween (31. Oktober) in ganz Österreich, aber die drittgrößte Stadt Linz wurde am härtesten getroffen.
In Linz sammelten sich etwa 200 junge Männer und, wie im Netflix-Drama „Athena“, fingen sie an, Passanten anzugreifen, um so eine Auseinandersetzung mit der Polizei zu provozieren. Die Stromleitungen der Straßenbahn kamen auch unter Beschuss und mussten von der Stadt dann abgeschaltet werden.
„Die Straftaten der vergangenen Nacht sind Ausdruck einer zutiefst antidemokratischen Haltung gegenüber unseren verfassungsmäßigen Werten und Einstellungen“, erklärte Karner am Dienstag (1. Oktober).
Laut Polizeiangaben waren „mehr als 50 Prozent der Personen Syrer:innen und Afghan:innen, 20 Prozent eingebürgerte Migrant:innen und 30 Prozent Österreicher:innen“, berichtete der Kurier. Die Ausschreitungen dauerten fünf Stunden lang an.
Für einige der 130 Teilnehmer:innen, deren Identität die Polizei feststellte, könnte sich dies als problematisch erweisen.
„Da viele Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft an den Ausschreitungen beteiligt waren, werden wir nun umgehend Asylaberkennungsverfahren einleiten“, so das Innenministerium gegenüber dem Kurier.
Karner hat inzwischen einen speziellen Linzer Sicherheitsgipfel einberufen, um die Situation zu klären. Im Vorfeld der Ausschreitungen hatten Jugendliche auf der bekannten Kurzvideo-Plattform TikTok dazu aufgerufen, den Film Athena nachzuspielen.