IEA: Energieeinsparungspotential bei Beleuchtung enorm [DE]
Eines Berichts der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge könnten effizientere Birnen und andere Technologien dazu beitragen, den erwarteten Anstieg des weltweiten Strombedarfs abzufedern.
Eines Berichts der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge könnten effizientere Birnen und andere Technologien dazu beitragen, den erwarteten Anstieg des weltweiten Strombedarfs abzufedern.
Die IEA erwartet für 2030 einen Anstieg des Stromverbrauchs für Beleuchtung von 80 %, sofern nichts dagegen unternommen wird. Zu diesem Schluss kommt die IEA in einem am 29. Juni veröffentlichten Bericht.
„Aber wenn wir einfach die effizienten Beleuchtungstechnologien und –Techniken besser nutzen, die es heute schon gibt, muss der globale Strombedarf für Beleuchtung nicht höher sein“, sagte IEA-Direktor Claude Mandil.
Global gesehen nehme Beleuchtung bereits mehr Strom in Anspruch als von Wasser- und Atomkraftwerken erzeugt werde. Der hohe Verbrauch führe zu einem CO2-Ausstoß, der 70 % der weltweiten Emissionen von Pkws entspräche. Am verschwenderischten gehen die Einwohner der USA mit elektrischem Licht um. Im Jahr 2005 verbrauchte jeder von ihnen 101 Mlmh (Megalumen-Stunden), in Japan und Korea lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 72 Mlmh, in Australien und Neu Seeland bei 62 Mlmh. Im weltweiten Vergleich ist der Verbrauch der Europäer mit 42 Mlmh daher eher bescheiden.
In der IEA-Studie, die auf Auftrag des G8-Gipfels von Gleneagles (Juli 2005) durchgeführt wurde, heißt es weiter, dass die Verschwendung von Strom für Beleuchtung „enorm“ sei. So würde beispielsweise in vielen Gebäuden das Licht brennen, auch wenn sie nicht benutzt würden. Außerdem seien viele Räume überbeleuchtet. Höhere Einsparungen könnte durch den Einsatz verschiedener technischer Spar-Lösungen erzielt werden.
Durch diese einfachen Maßnahmen könnten bis 2030 mehr als 16.000 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, was der Gesamtmenge des weltweiten CO2-Ausstoßes von Autos über einen Zeitraum von sechs Jahren entsprechen würde. Der IEA zufolge könnten bei Energie- und Instandhaltungskosten 2.600 Milliarden US-Dollar eingespart werden.