„Inkubator“ hilft neuen Firmen in Irland zu überleben

Etwa 80 Prozent von Geschäftsneugründungen bei einem Unternehmensbrutkasten im Süden Irlands sind fünf Jahre nach ihrer Gründung erfolgreich: eine viel höhere Erfolgsrate, als es für neue Unternehmen normal ist. In einem Gespräch mit EURACTIV sagte Josette O’Mullane, Koordinatorin des Genesis Enterprise Programms, das für die Europäische Unternehmensauszeichnung nominiert ist, dass das Geschäftszentrum auf dem Universitätsgelände neuen Firmen ein Sicherheitsnetz biete, während sie Fuß fassen.

plants_euro.jpg
plants_euro.jpg

Etwa 80 Prozent von Geschäftsneugründungen bei einem Unternehmensbrutkasten im Süden Irlands sind fünf Jahre nach ihrer Gründung erfolgreich: eine viel höhere Erfolgsrate, als es für neue Unternehmen normal ist. In einem Gespräch mit EURACTIV sagte Josette O’Mullane, Koordinatorin des Genesis Enterprise Programms, das für die Europäische Unternehmensauszeichnung nominiert ist, dass das Geschäftszentrum auf dem Universitätsgelände neuen Firmen ein Sicherheitsnetz biete, während sie Fuß fassen.

O’Mullane, Industrieliaisonleiterin beim Cork Institute of Technology (CIT), Irland, in dem das GEP stattfindet, sagte, viel versprechende Neugründungen hätten von kostenlosen Räumlichkeiten und kostenlosem Internetzugang profitiert, sowie von praktischen Ratschlägen von Mentoren.

„Wir helfen ihnen dabei, ihre Fehler innerhalb von zwölf Monaten in einer sehr behüteten Umgebung zu machen, und sie lernen von den Fehlern, die Menschen vor ihnen gemacht haben. Es ist nicht wie eine normale Neugründung, die da draußen auf sich allein gestellt ist. Die Erfolgsrate muss in dieser Umwelt höher sein als anderswo.“

Unternehmer, die zu dem Programm zugelassen sind, sparen die Kosten und die Zeit, die im ersten Jahr damit zusammenhängen, sich mit Vermietern auseinanderzusetzen und Rechnungen zu zahlen. Viele derjenigen, die die ersten zwölf Monate mit dem GEP überleben, bleiben auf dem Campus, der vom CIT geleitet wird.

Das Projekt, welches Hochschulen, Regierungsbehörden und Geschäftsorganisationen mit einschließt, ist nun im dreizehnten Jahr und kostet jährlich etwa 200.000 Euro. Es habe über 200 neue Firmen in den Bereichen Energie, IT, Lebensmittel und Dienstleistungen aufgepäppelt und profitiere von den ansässigen Experten, die kostenloses Training anbieten.

„Es ist sehr effizient. Es sind viele Menschen involviert und, um fair zu sein, schaffen wir viel Arbeit gemeinnützig durch die ansässige Geschäftsgemeinschaft. Die Programme tendieren dazu, Neugründungen viel guten Willen entgegenzubringen. Viele der hier ansässigen Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Banken machen mit und geben umsonst Training für uns. Am Ende profitieren wir alle davon, weil dies Arbeitsplätze schafft und dadurch die Steuereinnahmen erhöht.“

Die Gewinner der Europäischen Unternehmerauszeichnung werden am 31. Mai bekannt gegeben. Andere Finalisten sind unter anderem ein polnisches Projekt, welches langfristig arbeitslosen Menschen hilft, sich als Bauarbeiter zu qualifizieren und Sozialwohnungen in Paczków zu bauen, ein slowenisches Programm, das Firmen hilft, der Stilllegung zu entgehen, und ein deutsch-niederländisches Konsortium, das dazu entworfen wurde, grenzübergreifende Unternehmen zu fördern.

Um das ganze Interview zu lesen (auf Englisch), klicken Sie bitte hier.