Italienischer Königsenkel soll bei EU-Wahl antreten [DE]
Ein Nachfahre der italienischen Königsfamilie, Prinz Emmanuel Filiberto von Savoy verkündete gestern (27. April 2009), dass er sich als Kandidat für die EU-Parlamentswahlen im Juni aufstellen lassen werde.
Ein Nachfahre der italienischen Königsfamilie, Prinz Emmanuel Filiberto von Savoy verkündete gestern (27. April 2009), dass er sich als Kandidat für die EU-Parlamentswahlen im Juni aufstellen lassen werde.
Der 36-Jahre alte Enkel des letzten italienischen Königs, Umberto des Zweiten, wird für die gemäßigte Union der Christdemokraten (UDC) antreten.
Er sei seit 31 Jahren im Exil gewesen und er kenne Europa gut. Er spreche fünf Sprachen, sagte er Berichten zufolge bei einer Pressekonferenz. Er kenne die Hälfte aller Staatschefs persönlich und mit der anderen Hälfte sei er verwandt, fügte er hinzu und betonte, dass er der italienischen Republik und ihrer Verfassung treu bleiben werde.
Die UDFC, eine kleine christdemokratische Partei, verkündete gestern, dass der Prinz in Nordwestitalien, der Heimat der italienischen Königsfamilie antreten werde.
Emanuele Filiberto werde eine große Überraschung für italienische Wähler und die europäische Politik sein, sagte der UDC Chef Lorenzo Cesa. Er sei eine außergewöhnliche Person und sehr fähig. Man sei überzeugt, dass er nach Brüssel gehen werde, um die Werte zu verteidigen, die der Partei nahe stehen: Die christliche Identität und die Familie.
Michele Vietti, der Vizepräsident der UDC in der italienischen Abgeordnetenkammer sagte, dass die Kandidatur des Prinzen einen Meilenstein in der italienischen Geschichte repräsentiere.
Der Prinz der mit der französischen Schauspielerin Clotilde Courau verheiratet ist, trat letztes Jahr bei den italienischen Parlamentswahlen als Vorsitzender der „Werte und Zukunft“ Bewegung an. Er bekam aber nur 0,4 Prozent der Stimmen.
Im Exil in Genf geboren, besuchte der Prinz zum ersten Mal im Jahr 2003 Italien, nachdem ein Einreiseverbot für die Mitglieder der Savoy-Familie aufgehoben wurde, was nach einem Referendum im Jahr 1946 einführt wurde, bei dem die Italiener für eine sekuläre Verfassung stimmten.
The Savoy family’s reputation was blemished by Italy’s World War II-era monarch Victor Emmanuel III, who collaborated with fascist dictator Benito Mussolini and co-signed racial laws promulgated by the fascist regime in 1938.
Der Ruf der Savoy-Familie war durch den Monarchen Viktor Emmanuel III, während der Zeit des Zweiten Weltkriegs stark beschädigt worden, da er eng mit dem faschistischen Diktator Benito Mussolini zusammenarbeitete und rassenfeindliche Gesetze mitunterzeichnete, die vom faschistischen Regime im Jahr 1938 eingeführt wurden.
Obwohl sie ihren Anspruch offiziell nicht aufgegeben haben, bestehen sowohl Emmanuel Filiberto, als auch sein Vater Viktor Emanuel darauf, dass die die sekuläre Verfassung Italiens respektieren.
Kürzlich hatte Emmanuel Filibert Kritik von einigen unversöhnlichen Monarchen angezogen, da er in Werbepots und Fernsehshows auftrat, unter anderem in einem Tanzwettbewerb, welchen er gewann.