Italiens TV-Duell zwischen Schlein und Meloni abgesagt
Das für den 23. Mai geplante italienische TV-Duell zwischen Elly Schlein, der Vorsitzenden der Demokratischen Partei, und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wurde abgesagt. Im Vorfeld wurden Bedenken hinsichtlich der Fairness gegenüber den anderen Parteien geäußert.
Ein TV-Duell in Italien zwischen Elly Schlein, der Vorsitzenden der Demokratischen Partei, und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wurde abgesagt. Im Vorfeld wurden Bedenken hinsichtlich der Fairness gegenüber den anderen Parteien geäußert.
Die Absage, des für den 23. Mai geplanten Duells, folgt auf die Kritik an der Entscheidung des italienischen öffentlich-rechtlichen Senders RAI, die Debatte zwischen Meloni, der Vorsitzenden der Fratelli d’Italia, und Schlein auszustrahlen. Analysten und andere Parteivorsitzende fragten sich, ob dies den anderen Parteichefs gegenüber fair sein würde.
RAI erklärte, dass nur vier von acht Parteien die Einladung zu einer Debatte zwischen den beiden Parteivorsitzenden angenommen hätten. Somit sei die von der Medienaufsichtsbehörde AGCOM geforderte Mehrheit nicht erreicht worden.
Während Fratelli d’Italia, die Demokratische Partei, Lega und Italia Viva die Einladung annahmen, lehnten die Fünf-Sterne-Bewegung (M5S), Forza Italia, Azione und Alleanza Verdi-Sinistra die Einladung ab.
Bruno Vespa, der Journalist, der die Debatte moderieren sollte, reagierte sofort.
Er brachte seine Enttäuschung über die Absage der historischen Konfrontation zwischen den beiden Parteichefs zum Ausdruck und bezweifelte, dass dies ein Sieg für die Demokratie sei.
Nach der Ankündigung des Senders forderte der Vorsitzende der linkspopulistischen Fünf-Sterne-Bewegung, Giuseppe Conte, Meloni auf, an einer weiteren Fernsehdebatte mit ihm und allen anderen Parteivorsitzenden teilzunehmen. Der unabhängige Sender La7 bot an, diese Debatte zu moderieren.
Auf die Frage nach der Teilnahme an der La7-Debatte antwortete Schlein: „Ich habe immer gesagt, dass ich jederzeit und überall für eine Debatte mit der Ministerpräsidentin zur Verfügung stehen würde. Ich habe es ihr überlassen, sich zur Verfügung zu stellen, und so ist es auch gekommen. Wir werden unseren Weg trotzdem fortsetzen.“