IWF gibt Christine Lagarde Rückendeckung
Das Führungsgremium des Internationalen Währungsfonds hat sich nach dem Schuldspruch gegen Christine Lagarde hinter die IWF-Chefin gestellt. In Berufung gegen Schuldspruch will Lagarde nicht gehen.
Das Führungsgremium des Internationalen Währungsfonds hat sich nach dem Schuldspruch gegen Christine Lagarde hinter die IWF-Chefin gestellt. In Berufung gegen Schuldspruch will Lagarde nicht gehen.
Das oberste Direktorium des IWF habe volles Vertrauen in die Französin, teilte der in Washington ansässige IWF am Montagabend mit. Lagarde habe sich viel Respekt und Vertrauen erarbeitet. Sie könne ihren Aufgaben weiterhin effektiv nachkommen.
Lagarde wurde zuvor vom Gerichtshof der Republik in Paris für schuldig befunden, in der acht Jahre zurückliegenden Affäre um eine Millionen-Zahlung an den Unternehmer Bernard Tapie als französische Finanzministerin fahrlässig gehandelt zu haben. Ihr wurde vor allem angekreidet, dass sie nichts unternommen habe, um die Zahlung anzufechten. Die Richter verzichteten allerdings darauf, eine Strafe zu verhängen.
Lagarde kündigte in Washington an, nicht in Berufung gehen zu wollen. Sie sei nicht glücklich mit dem Urteil. „Aber es gibt einen Punkt, an dem man aufhören muss.“ Sie wolle weitermachen mit ihrer Arbeit beim IWF.