Kommission leitet Konsultation zu Gefahren für Kinder durch Handy-Nutzung ein [DE]

Die EU-Kommission hat am 25. Juli 2006 eine öffentliche Konsultation eingeleitet, in der es um mögliche Gefahren für Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit der verstärkte Benutzung von Mobiltelefonen geht.

Boy_cellphone_ist.jpg
Boy_cellphone_ist.jpg

Die EU-Kommission hat am 25. Juli 2006 eine öffentliche Konsultation eingeleitet, in der es um mögliche Gefahren für Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit der verstärkte Benutzung von Mobiltelefonen geht.

Immer mehr junge Menschen nutzen ein Handy. In Deutschland besitzen über 90% der Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren ein eigenes Gerät. In vielen Ländern ist der Anteil der Handys in dieser Altersgruppe sogar am höchsten. 91% der 16-17 Jahre alten Mädchen in der EU verfügen über ein Handy. 

Die Handynutzung verändert die sozialen Strukturen der Jugend. Einige Marktneuerungen, wie das Herunterladen von Klingeltöne, Hintergrundbildern und Bildschirmschonern, sind ausschließlich auf jugendliche Verbraucher ausgerichtet. Allein in Westeuropa wird jährlich annähernd eine halbe Milliarde Euro für Klingeltöne ausgegeben.

Die Beliebtheit der Handys bei jungen Menschen und das erweiterte Spektrum der Eigenschaften – mit neuen Handys können Fotos gemacht, Videos aufgenommen, Daten versendet und Spiele heruntergeladen werden – stellt sich die Frage der Sicherheit. Jugendliche sind durch die Handynutzung einer Reihe von Einflüssen ausgesetzt, die möglicherweise schädlich sein können. Die Kommission nennt einige Beispiele:

  • Zugang zu schädlichen oder illegalen Inhalten (z.B. Gewaltvideos oder sexuell eindeutige Fotos)
  • das Tyrannisieren (z.B. Verbreitung missbräuchlicher oder bloßstellender Nachrichten oder Fotos unter Kindern)
  • zweifelhafte Kontaktaufnahmen (z.B. wenn sich Fremde über Mobiltelefon mit Kindern „anfreunden“ wollen, um sich mit ihnen zu treffen)
  • die Gefährdung der Privatsphäre der Kinder
  • die Gefahr unerwartet hoher Kosten

In einer öffentlichen Konsultation  vom 25. Juli bis zum 16. Oktober möchte die Kommission sich ein besseres Bild machen über die Risiken für Kinder durch die Handynutzung. Nach den Konsultationen wird die Kommission mögliche technische Lösungen und Rechtsvorschriften evaluieren. .