Kommission: Mobilität verbessert Chancen der Bürger bei Umstrukturierungen [DE]

Die Kommission und der Ausschuss der Regionen haben sich verbündet, um einigen der wirtschaftlichen Herausforderungen der EU-Mitgliedstaaten und -Regionen gemeinsam zu begegnen. Hierzu gehören unter anderem Arbeitnehmermobilität und Umstrukturierungsprozesse.

Die Kommission und der Ausschuss der Regionen haben sich verbündet, um einigen der wirtschaftlichen Herausforderungen der EU-Mitgliedstaaten und -Regionen gemeinsam zu begegnen. Hierzu gehören unter anderem Arbeitnehmermobilität und Umstrukturierungsprozesse.

Am 18. Juli 2006 haben EU-Kommissar Vladimir Spidla und der Präsident des Ausschusses der Regionen, Michel Delebarre, gemeinsam eine Pressekonferenz in Brüssel abgehalten: Spidla, um eine erste Zwischenbilanz des Europäischen Jahres der Mobilität  zu ziehen, Delebarre, um die „Open Days – European Week of Regions and Cities“ anzukündigen, welche vom 9. bis zum 12. Oktober 2006 in Brüssel stattfinden werden.

Die Kommission bewertet das Europäische Jahr der Mobilität positiv.  Die Bedeutung der Mobilität sei bereits stärker ins Blickfeld gerückt,auch wenn die geographische Mobilität immer noch ein Ausnahmephänomen sei, heißt es.

Auf die Frage, ob die Bestrebungen der Kommission zur Förderung der Mobilität nicht den Bemühungen der Bewältigung von Umstrukturierungsprozessen entgegenwirkten  – ein Thema, das Spidla am selben Tag ebenfalls angesprochen hatte – antwortete der Kommissar, dass das Gegenteil der Fall sei. Mobilität könne helfen, die negativen Folgen von Umstrukturierungen für die Bürger abzufedern. Vor dem Hintergrund der voranschreitenden Integration Europas und dem  zunehmenden globalen Wettbewerb könne eine größere Arbeitnehmermobilität eine Antwort auf die wirtschaftlichen Veränderungen sein.

Delebarre fügte hinzu, dass Regionen in Zeiten der Umstrukturierung, mit wesentlich mehr Betriebschließungen zu kämpfen hätten, wodurch die Armut größer werde, die Regionen für hoch qualifizierte Arbeitnehmer unattraktiver würden und der „Brain drain“ zunehme.  In diesem Zusammenhang betonte er auch die bedeutende Rolle der Struktur- und Kohäsionsfonds bei den Bemühungen der Regionen, diesen Abwärtstrend zu stoppen.