Korruption macht EU-Grenzen unsicher [DE]
Der Leiter der EU-Grenzagentur Frontex hat erklärt, Korruption sei das größte Hindernis für einen effektiven Schutz der EU-Außengrenzen.
Der Leiter der EU-Grenzagentur Frontex hat erklärt, Korruption sei das größte Hindernis für einen effektiven Schutz der EU-Außengrenzen.
In den an die EU grenzenden Ländern gibt es Korruption – aber auch innerhalb der EU, stellte Ilkaa Laitinen am 2. November in Helsinki fest. „Jeder weiß, wo es möglich ist, die Grenze schnell zu überqueren, indem man 10 Dollar in den Pass legt“, erläuterte er weiter.
Laitinen äußerte sich jedoch zuversichtlich, dass Entwicklungen in Russland, wo derzeit professionelle Grenztruppen ausgebildet würden, zu Verbesserungen führen würden, insbesondere an der Grenze zwischen Russland und Finnland, der längsten Grenze der EU zu Russland.
Es dauerte zwei Jahre, bis die EU-Grenzagentur schließlich im Juni 2005 eröffnet wurde (Euractiv 30. Juni 2005). Ihre Hauptaufgaben bestehen darin, Grenzschutzaktivitäten der einzelnen Mitgliedstaaten zu koordinieren und gegebenenfalls Schulungen und Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Konkrete Pläne zum Aufbau einer EU-Grenzpolizei gibt es derzeit nicht. Die EU will die Befugnisse der Agentur 2007 neu bewerten.