Krise stärkt Wettbewerbsfähigkeit isländischer Exporteure

Als Kolbrún Eydís Ottósdóttirs Arbeitgeber Island 2006 verließ, schloss sie sich mit Kollegen zusammen, um ihr eigenes Gesundheitstechnologieunternehmen zu gründen. Trotz des wirtschaftlichen Kollapses wachse ihre Firma weiterhin und könne dank Islands zunehmender Konkurrenzfähigkeit stark wachsende Exporte verzeichnen, sagte sie EURACTIV in einem Interview.

icelandic_flag.jpg
icelandic_flag.jpg

Als Kolbrún Eydís Ottósdóttirs Arbeitgeber Island 2006 verließ, schloss sie sich mit Kollegen zusammen, um ihr eigenes Gesundheitstechnologieunternehmen zu gründen. Trotz des wirtschaftlichen Kollapses wachse ihre Firma weiterhin und könne dank Islands zunehmender Konkurrenzfähigkeit stark wachsende Exporte verzeichnen, sagte sie EURACTIV in einem Interview.

Ihre junge Firma, Nox Medical, stellt Schlafdiagnostiksysteme her und nutzt dabei die Fortschritte in kabelloser Technologie, Elektronik und Softwareentwicklung zur Behandlung von Schlafstörungen.

Während der Crash Islands Ruf geschadet hat, ist es dadurch einfacher für exportorientierte Unternehmen geworden, ihre Produkte im Ausland zu verkaufen.

„Die negativen Effekte der Krise auf Firmen wie Nox Medical gehen größtenteils auf den Verlust von Ansehen und Glaubwürdigkeit von Island und allem mit Island Verbundenem zurück. Dies hat zum Beispiel die Bereitschaft von möglichen Kunden betroffen, die mit uns Geschäfte machen wollen, sowie die Konditionen, die uns angeboten werden“, sagte sie.

Der Boom, der Islands wirtschaftlichem Kollaps vorausging, hatte das Land so konkurrenzunfähig gemacht, dass internationale Firmen, unter anderem die, für die Ottósdóttir arbeitete, begannen, sich in Ländern mit niedrigeren Gehältern und operativen Kosten neu anzusiedeln.

„Die Krise hat aufgrund der Abnahme von lokalen Kosten die Konkurrenzfähigkeit der isländischen Exportindustrie im Allgemeinen gestärkt und den meisten exportorientierten Unternehmen geht es besser als noch vor ein paar Jahren.“

Der Zugang zu Finanzierung ist schwierig geworden, obwohl der Bürokratieaufwand Ottósdóttir zufolge in Island im Vergleich zu den meisten EU-Nachbarn niedrig ist. Das Anzapfen von internationalen Verteilungsnetzwerken ist ebenso eine Herausforderung gewesen. Sie betont, dass der Binnenmarkt Islands für Hich-Tech-Produkte ebenso „vernachlässigbar“ sei.

Das Unternehmen, das im Innovationszentrum in Island ansässig ist und während seiner Aufbauphase von Regierungsunterstützung profitiert hat, ist in einer guten Situation, um von der Expansion im Gesundheitssektor zu profitieren.

„Wir haben seit der Zeit, als das Produkt auf den Markt gekommen ist, starkes Wachstum gezeigt und ich bin optimistisch, was eine glänzende Zukunft angeht“, sagte Ottósdóttir, die mit ihrem Optimismus eine der schlimmsten wirtschaftlichen Krisen in der entwickelten Welt überstanden hat.

Um das vollständige Interview zu lesen (auf Englisch) klicken Sie bitte hier. http://www.euractiv.com/en/enterprise-jobs/icelandic-exporter-crisis-has-restored-competitiveness-interview-494582