Kroatien investiert 180 Millionen Euro in LNG-Infrastruktur
Kroatien plant Investitionen in Höhe von 180 Millionen Euro für den Bau einer neuen Gaspipeline und die Verdoppelung der Kapazität seines Flüssiggasterminals, um die Gasversorgung zu sichern, wie die Regierung am Donnerstag (18. August) mitteilte.
Kroatien plant Investitionen in Höhe von 180 Millionen Euro für den Bau einer neuen Gaspipeline und die Verdoppelung der Kapazität seines Flüssiggasterminals, um die Gasversorgung zu sichern, wie die Regierung am Donnerstag (18. August) mitteilte.
Die europäischen Länder, die bisher stark von russischen Gaslieferungen abhängig waren, versuchen nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine, ihre Gasversorgung zu diversifizieren.
Eine neue Gaspipeline, deren Kosten auf 155 Millionen Euro geschätzt werden, wird die Städte Zlobin und Bosiljevo im Nordwesten Kroatiens miteinander verbinden. Die LNG-Kapazität auf der nördlichen Adriainsel Krk wird von 2,6 Milliarden Kubikmetern Gas auf 6,1 Milliarden Kubikmeter (bcm) jährlich steigen.
Energieminister Davor Filipovic sagte, die Regierung habe eine strategische Entscheidung getroffen, um die Gasversorgung zu sichern, aber auch um sich als führender Energieversorger in der Region zu positionieren, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Hina. Die Ankündigung enthielt allerdings keinen Zeitplan für das Projekt.
Die Regierung werde die Projekte mit Mitteln der Europäischen Union sowie Geldern aus dem Staatshaushalt finanzieren, teilte Filipovic mit.
Das schwimmende LNG-Terminal auf der Insel Krk, das im Januar 2021 in Betrieb genommen wurde, soll die Versorgung Kroatiens, das bis dahin auf russisches Gas und seine eigene Produktion angewiesen war, diversifizieren. Zugleich trägt es zur Versorgung einiger anderer Länder in Mitteleuropa bei, darunter Ungarn.