Kroatischer Präsident kritisiert Großbritannien, fordert Abkommen mit Russland

Es gibt keine europäische oder EU-Stabilität ohne Russland, sagte der kroatische Präsident Zoran Milanović. Russland sei "ein Faktor in dieser Gleichung, und wir sollten ein Abkommen mit Russland treffen".

EURACTIV.hr
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Abschließend warf der Präsident dem Vereinigten Königreich vor, "die Ukraine in die Irre zu führen, sie aufzuhetzen und sie zur Geisel der Beziehungen zwischen London, das zu einer Macht zweiter Ordnung geworden ist, und Washington zu machen". [[EPA-EFE/KENZO TRIBOUILLARD]]

Es gibt keine europäische oder EU-Stabilität ohne Russland, sagte der kroatische Präsident Zoran Milanović. Russland sei „ein Faktor in dieser Gleichung, und wir sollten ein Abkommen mit Russland treffen“.

Milanović beschuldigte das Vereinigte Königreich der „Anstiftung“ und hält es für „unverantwortlich“, die Ukraine auf eine Konfrontation mit Russland zu drängen.

Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace war zu Beginn der Woche in Zagreb zu Besuch, verblieb aber ohne ein Treffen mit dem kroatischen Präsidenten. Dazu gefragt sagte Milanović, er treffe sich nicht mit Verteidigungsminister:innen.

„Ich weiß nicht einmal, wie das heißt. Ich treffe mich eventuell mit den Außenministern, eventuell mit Russland, Amerika. Mit den Ministern habe ich nichts zu besprechen, vor allem nicht mit dem Vereinigten Königreich. Ich treffe mich nicht mit den Verteidigungsministern, außer mit denen der Supermächte. Das Vereinigte Königreich ist aus der EU ausgetreten, was ihm weniger Bedeutung verleiht“, sagte der Präsident.

Abschließend warf der Präsident dem Vereinigten Königreich vor, es würde „die Ukraine in die Irre führen, sie aufhetzen und sie zur Geisel der Beziehungen zwischen London, das zu einer Macht zweiter Ordnung geworden ist, und Washington machen“.

Kroatien und das Vereinigte Königreich stünden Seite an Seite und unterstützten das Recht souveräner Staaten, ihr Schicksal selbst zu bestimmen, sagte Wallace am Dienstag (1. Februar) in Zagreb.

Mit seinem kroatischen Amtskollegen Mario Banožić unterzeichnete Wallace ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft zwischen ihren Dienststellen und ein Abkommen, das die Stärkung der Beziehungen innerhalb der NATO, den westlichen Balkan, die Bewältigung hybrider Bedrohungen und die Zusammenarbeit bei der Verbesserung der Interoperabilität der Streitkräfte beider Länder regelt.

Premierminister Andrej Plenković traf ebenfalls mit Wallace zusammen. Sie tauschten sich über die Lage an der ukrainisch-russischen Grenze und in der Balkanregion aus, wobei der Schwerpunkt auf Bosnien und Herzegowina lag.