Kroatischer Präsident sagt Russland-Sanktionen funktionieren nicht

Die EU-Sanktionen gegen Russland funktionieren nicht, und den Preis dafür werden letztendlich die europäischen Bürgern zahlen, sagte Kroatiens Präsident Zoran Milanović am Dienstag.

EURACTIV.com
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In Zagreb kommentierte Milanović das Ergebnis eines zweitägigen EU-Gipfels zur Ukraine: "Die Gründe, die die EU für die Nichtverhängung eines Gasembargos angeführt hat, sind eine Beleidigung für den gesunden Menschenverstand. Wir sollten lieber ein vollständiges Embargo verhängen." [EPA-EFE/SALVATORE DI NOLFI]

Die EU-Sanktionen gegen Russland funktionieren nicht, und den Preis dafür werden letztendlich die europäischen Bürgern zahlen, sagte Kroatiens Präsident Zoran Milanović am Dienstag.

In Zagreb kommentierte Milanović das Ergebnis eines zweitägigen EU-Gipfels zur Ukraine: „Die Gründe, die die EU für die Nichtverhängung eines Gasembargos angeführt hat, sind eine Beleidigung für den gesunden Menschenverstand. Wir sollten lieber ein vollständiges Embargo verhängen.“

Die EU-Staats- und Regierungschefs, die sich am Dienstag (31. Mai) in Brüssel trafen, warnten, dass die Verhängung eines Gasembargos sehr viel schwieriger sein würde und wahrscheinlich nicht Teil des nächsten Sanktionspakets gegen Moskau sein könnte.

„Aber die Sanktionen funktionieren nicht. Der Rubel ist nicht gefallen, Russland spürt die finanziellen Auswirkungen nicht, und wenn es sie doch spürt, wird der Krieg vorbei sein. Aber den Preis werden die europäischen Bürger zahlen, Putin wird sein selbstgefälliges Lächeln behalten und Öl und Gas werden einfach woanders hingehen, weil die Nachfrage hoch ist“, sagte Milanović.

Premierminister Andrej Plenković, der an dem Gipfel in Brüssel teilnahm, erklärte, er habe die EU-Kommission „detailliert über die Kapazität unserer Adria-Pipeline (Janaf) informiert, deren derzeitige Jahreskapazität 11,4 Millionen Tonnen beträgt“.

„Diese Kapazität kann auf 15,6 Millionen erhöht werden, was bedeutet, dass wir in der Lage wären, Ungarn und Polen mit ausreichend Öl zu versorgen“, so der Premierminister weiter.

„Das ist eine Chance für Janaf, sich in den Verhandlungen zu positionieren und eine strategische Rolle einzunehmen“, wurde Plenković vom staatlichen Rundfunk HRT zitiert.