Lettland fahndet nach Staatsbürger, der für Russland gekämpft hat
Die lettischen Behörden haben eine Fahndung nach dem lettischen Staatsbürger Aleksandrs Mališevs angekündigt, der für die russischen Streitkräfte gegen die Ukraine gekämpft hat.
Die lettischen Behörden haben eine Fahndung nach dem lettischen Staatsbürger Aleksandrs Mališevs angekündigt, der für die russischen Streitkräfte gegen die Ukraine gekämpft hat.
Der lettische Geheimdienst, der Valsts drošības dienests (VDD), hatte vor dem russischen Einmarsch in der Ukraine im Februar letzten Jahres ein Strafverfahren eingeleitet. Dem Mann wird vorgeworfen, seit 2015 für die sogenannte Volksrepublik Lugansk, einer unter russischem Einfluss stehenden Separatistenregion in der Ostukraine, gekämpft zu haben.
Laut der Nachrichtenagentur LETA soll Mališevs für das 14. Territoriale Verteidigungsbataillon gekämpft und an Kampfhandlungen teilgenommen haben.
Er steht inzwischen auf einer internationalen Fahndungsliste.
Lettland hatte am 19. Februar 2015 die Teilnahme an bewaffneten Konflikten im Ausland unter Strafe gestellt. Ähnlich wie Estland und Litauen hat es jedoch keine Personen strafrechtlich verfolgt, die für die Ukraine gekämpft haben.
Zuvor hatte der VDD mehrere lettische Staatsangehörige verurteilt, weil sie sich den von Russland angeführten Kräften in der Ostukraine angeschlossen hatten.
Dieser Artikel erschien ursprünglich bei EURACTIVs Medienpartner LRT.