Litauischer Präsident: China will, dass Russland Ukrainekrieg fortsetzt

Die Rolle Chinas in Russlands Krieg in der Ukraine sei "eher destruktiv als konstruktiv", sagte der litauische Präsident Gitanas Nausėda.

LRT.lt mit EURACTIV
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"Leider sehe ich das Ziel Chinas darin, diesen Krieg fortzusetzen, ihn noch blutiger zu machen und eine Situation zu schaffen, in der China in versteckter oder offener Form Russland unterstützt", sagte Nausėda (Bild) in einem Interview mit Euronews am Dienstag. [Shutterstock/Algimantas Barzdzius]

Die Rolle Chinas in Russlands Krieg in der Ukraine sei „eher destruktiv als konstruktiv“, sagte der litauische Präsident Gitanas Nausėda. Er sehe keine glaubhafte Rolle für China als Vermittler.

„Leider sehe ich das Ziel Chinas darin, diesen Krieg fortzusetzen, ihn noch blutiger zu machen und eine Situation zu schaffen, in der China in versteckter oder offener Form Russland unterstützt“, sagte Nausėda in einem Interview mit Euronews am Dienstag.

Zuvor hatte der litauische Präsident eine Rede vor dem Europäischen Parlament gehalten.

„Es ist sehr schwierig, nicht vertrauensvoll, zu glauben, dass China die Rolle eines Vermittlers zwischen den beiden Ländern spielen könnte. Es sollte zumindest neutral sein“, sagte Nausėda.

„Ich kann mir einen solchen Status vorstellen, aber jetzt sehe ich keine Möglichkeiten, und ich denke, China muss sich überlegen, was es in diesem Krieg erreichen will. Bislang sehe ich die Rolle Chinas eher als destruktiv denn als konstruktiv an“, fügte er hinzu.

Die Äußerungen Nausėdas kommen inmitten von Berichten über einen bevorstehenden Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Moskau. Dort soll er mit Präsident Wladimir Putin zusammentreffen, um die Aussichten auf Frieden zu erörtern.

Peking hat auch einen 12-Punkte-Friedensplan für die Ukraine veröffentlicht, in dem es die Worte „Krieg“ oder „Invasion“ nicht verwendet und die russische Aggression in der Ukraine als „Krise“ bezeichnet. Moskau hat den Plan begrüßt.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei EURACTIVs Medienpartner LRT.lt.