Mehr Arbeitslose in Europa
2009 haben weniger Europäer eine Arbeistelle. Deutschland kommt noch relativ glimpflich davon, von der Krise am Schlimmsten betroffen sind Osteuropäer.
2009 haben weniger Europäer eine Arbeistelle. Deutschland kommt noch relativ glimpflich davon, von der Krise am Schlimmsten betroffen sind Osteuropäer.
In den ersten Monaten 2009 ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Europäischen Union weiter gesunken. Von Januar bis einschließlich März nahm die Zahl in der Eurozone sowie in den 27 EU-Mitgliedstaaten um jeweils 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal ab, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte. Eurostat schätzt, dass damit in der gesamten EU 223,8 Millionen Menschen Arbeit hatten.
Deutschland postive Ausnahme
In Deutschland sank die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal dieses Jahres um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm die Beschäftigung in Deutschland dagegen um 0,1 Prozent zu. Damit schloss sich Deutschland EU-weit einer Minderheit an: Nur in Bulgarien, Belgien, Malta und Slowenien gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg. In der Eurozone mit 16 Ländern und der Gesamt- EU nahm die Beschäftigung im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres um 1,2 Prozent ab.
Osteuropäer verlieren Jobs, Malta mit größtem Plus
Insgesamt fiel die Zahl der Erwerbstätigen in der Mehrheit der Länder der Europäischen Union im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind Lettland (minus 8,2 Prozent) und Estland (minus 7,2 Prozent). In Malta stieg im Jahresvergleich die Zahl der Menschen in Lohn und Brot dagegen deutlich: Das kleine Land führt die Liste mit einem Plus von 1,8 Prozent an.
Link:
eds-destatis.de: Pressemitteilung
dpa/destatis