Mehrheit der Finnen lehnt Forderungen der Türkei an die NATO ab
Laut einer neuen Umfrage, die am Montag veröffentlicht wurde, ist die Unterstützung für die NATO-Mitgliedschaft in Finnland auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Finn:innen lehnen jedoch einen Beitritt zum Bündnis ab, wenn dies bedeuten würde, den Forderungen der Türkei zuzustimmen.
Laut einer neuen Umfrage, die am Montag veröffentlicht wurde, ist die Unterstützung für die NATO-Mitgliedschaft in Finnland auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Bevölkerung des Landes lehnt jedoch einen Beitritt zum Bündnis ab, wenn dies bedeuten würde, den Forderungen der Türkei zuzustimmen.
Eine neue, von der Zeitung Helsingin Sanomat in Auftrag gegebene Umfrage hat ergeben, dass 79 Prozent der Finn:innen die NATO-Mitgliedschaft befürworten. Das entspricht einem Anstieg von 6 Prozent im Vergleich zur letzten Umfrage Anfang Mai.
11 Prozent der Befragten lehnen die NATO-Mitgliedschaft immer noch ab. Unter den einst skeptischen Anhängern des Linksbündnisses ist die Popularität der NATO jedoch auf 60 Prozent gestiegen.
Die Zahl der zuvor Unentschlossenen ist deutlich gesunken, von 20 Prozent im Mai auf 10 Prozent in der kürzlich durchgeführten Umfrage.
Nach Ansicht der Befragten sollte die NATO-Mitgliedschaft jedoch nicht um jeden Preis angestrebt werden. 70 Prozent der Befragten lehnen es ab, Gesetze zu ändern oder andere Zugeständnisse zu machen, um die Forderungen der Türkei zu erfüllen.
Im Vergleich dazu würden 14 Prozent ein Zugeständnis an Erdogans Forderungen in Erwägung ziehen, die meisten von ihnen sind Anhänger der nationalistischen Finnenpartei.
Die Türkei blockiert weiterhin die NATO-Mitgliedschaft Finnlands und Schwedens mit der Begründung, dass diese Länder sich von Gruppen distanzieren müssen, die Istanbul als terroristische Organisationen bezeichnet.
Die Verhandlungen sind gescheitert und Präsident Sauli Niinistö und Außenminister Pekka Haavisto warnten, dass es auf dem bevorstehenden NATO-Gipfel in Madrid keinen Durchbruch geben könnte.
Premierministerin Sanna Marin äußerte die Befürchtung, dass die Situation „eingefroren“ werden könnte.