Mobiles Internet erhält neue Frequenzen
Der Ministerrat hat die Erneuerung der " GSM-Richtlinie" gebilligt. Damit soll das Surfen auf dem Handy bald schneller werden. Die "drahtlose" Wirtschaft soll Milliarden einsparen.
Der Ministerrat hat die Erneuerung der “ GSM-Richtlinie“ gebilligt. Damit soll das Surfen auf dem Handy bald schneller werden. Die „drahtlose“ Wirtschaft soll Milliarden einsparen.
EU-Kommissarin Viviane Reding kommentierte: "Mit der Aktualisierung der GSM-Richtlinie ebnet die EU den Weg für eine neue Generation von Diensten und Technologien, bei denen Europa die weltweite Führung übernehmen kann". Nach dem Parlament hatten die 27 EU-Staaten am 27. Juli dem Kommissionsvorschlag zur überabeiteten "GSM-Richtlinie" zugestimmt.
Seit 1987 legt die Richtlinie fest, dass ein Teil des 900-MHz-Bands für die GSM-Nutzung (Global System for Mobile) zur Verfügung steht, also etwa für das mobile Telefonieren und den SMS-Versand. Nach der neugefassten Richtlinie soll dieser Frequenzbereich auch für schnellere Dienste wie das mobiles Internet nutzbar sein.
Der Kommission zufolge wird der Schritt zu einer schnelleren und größeren Verbreitung drahtloser Breitbanddienste beitragen. Kommissarin Reding erhofft sich von der Richtlinien-Erneuerung Impulse für die drahtlose Wirtschaft und das Entstehen eines "digitalen Europas". Die Telekommunikationsbranche könne beim Aufbau eines einheitlichen Netzes Kosten von bis zu 1,6 Milliarden Euro einsparen. Im Oktober soll die geänderte Richtlinie in Kraft treten.
awr
Weiterführende Informationen:
Grundsatz-Rede von Viviane Reding: Digitales Europa – Europas rascher Weg zur wirtschaftlichen Erholung (EN; 9.Juli 2009).