Mobilfunk ohne China: Finnland und USA wollen bei 6G zusammenarbeiten

Finnland und die USA haben am Freitag in Helsinki eine gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit im Bereich der fortgeschrittenen drahtlosen Kommunikation unterzeichnet. So will die "freie Welt" ohne China auskommen.

Euractiv.com
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Die Zusammenarbeit zwischen Finnland und den USA in den Bereichen wissenschaftliche Forschung, Standardisierung und Technologieentwicklung zielt darauf ab, "einen gemeinsamen globalen Ansatz für nachhaltige, wettbewerbsfähige, sichere und vertrauenswürdige Technologien und anbieterneutrale 6G-Technologien zu schaffen", heißt es in der offiziellen Erklärung. [Shutterstock/Fit Ztudio]

Finnland und die USA haben am Freitag in Helsinki eine gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit im Bereich der fortgeschrittenen drahtlosen Kommunikation unterzeichnet. So will die „freie Welt“ ohne China auskommen.

Nach der Unterzeichnung im Rathaus von Helsinki kommentierten der finnische Außenminister Pekka Haavisto (Grüne) und der US-Außenminister Antony Blinken die Unterzeichnung.

„Gemeinsam mit Verbündeten und Partnern“ werden die USA „Hunderte von Milliarden Dollar mobilisieren, um hochwertige Infrastrukturen in Ländern zu finanzieren, in denen sie am dringendsten benötigt werden“, so Blinken.

Der Aufbau werde „auf transparente Weise“ erfolgen, fügte er hinzu.

Die Zusammenarbeit zwischen Finnland und den USA in den Bereichen wissenschaftliche Forschung, Standardisierung und Technologieentwicklung zielt darauf ab, „einen gemeinsamen globalen Ansatz für nachhaltige, wettbewerbsfähige, sichere und vertrauenswürdige Technologien und anbieterneutrale 6G-Technologien zu schaffen“, heißt es in der offiziellen Erklärung.

Im Gespräch mit Helsingin Sanomat scheute Haavisto nicht davor zurück, China zu erwähnen. In der Erklärung, die sich stattdessen mehr auf die Zusammenarbeit zwischen den USA und Finnland konzentriert, wurde diese Erwähnung ausgelassen.

Die USA und Finnland wünschen sich ein 6G-System, das „demokratisch und transparent ist und in dem die Menschenrechte geachtet werden“, so Haavisto.

„China ist ein wichtiger Handelspartner sowohl für die USA als auch für Finnland, aber insbesondere nach dem Coronavirus haben wir diese negativen Abhängigkeiten erlebt“, fügte er hinzu.

Laut Risto E.J. Penttilä, CEO des Nordic West Office, einer Beratungsfirma und Denkfabrik für globale Angelegenheiten, habe das Abkommen dessen weitreichende globale Auswirkungen.

„6G ist sowohl Teil der globalen Strategie der NATO als auch ihrer Zukunftsvision. Demnach müssen die freie Welt und die Demokratien über eine zuverlässige Technologie und ein zuverlässiges 6G-Netz verfügen“, sagte er gegenüber MTV3.

Er wies darauf hin, dass diese Technologie von den Finnen und den Schweden geliefert werden kann, was bedeutet, dass man sich nicht auf chinesische Technologie verlassen muss.

„Dies ist Teil des großen globalen Spiels zwischen China und den USA, in dem Finnland und Schweden eine wichtige Rolle spielen werden“, sagte Penttilä.