Nach Diesel-Gipfel: Umwelthilfe kritisiert weiterhin hohe Stickoxid-Belastung
Der Diesel-Gipfel habe keine 5 Prozent Abgas-Minderung gebracht, moniert die Deutsche Umwelthilfe. Noch immer sei die Stickoxid-Belastung in den Städten hoch.
Der Diesel-Gipfel habe keine 5 Prozent Abgas-Minderung gebracht, moniert die Deutsche Umwelthilfe. Noch immer sei die Stickoxid-Belastung in den Städten hoch.
Nachrüstungen per Software-Update, Kaufprämien für moderne Autos und der Zukunftsfonds für die Städte würden weniger als fünf Prozent Stickoxid-(NOx-) Reduzierung bringen, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch am Dienstag in Berlin. Fahrverbote seien damit alternativlos, wenn nicht noch umfangreichere technische Nachrüstungen an den Motoren beschlossen würden.
Die DUH will ihre zahlreichen Klagen gegen die NOx-Belastung in den Städten fortsetzen. Auch die EU hat seit längerem ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen der Abgas-Werte in vielen Städten laufen.
Das Landesverwaltungsgericht Stuttgart hatte zuletzt geurteilt, dass Fahrverbote trotz Software-Nachbesserung praktisch unvermeidlich seien. Eine Revision wurde zugelassen.
Die Bundesregierung hat bereits angekündigt, dass es im Herbst einen zweiten Diesel-Gipfel geben wird. Kanzlerin Angela Merkel will ihn im Falle ihrer Wiederwahl zur Chefsache machen.