Neue EU-Initiative zur Suche nach entführten ukrainischen Kindern

Die Europäische Kommission hat in Zusammenarbeit mit Polen eine Initiative zur Suche nach ukrainischen Kindern gestartet, die illegal aus den besetzten Gebieten der Ukraine verschleppt wurden.

European Pravda mit EURACTIV
Teddy bears placed in front of the European institutions on eve of Ukraine’s invasion first anniversary
Mitglieder der Nichtregierungsorganisation Avaaz und ukrainische Flüchtlinge legen Teddybären und Spielzeug für Kinder am Schuman-Kreisel vor den europäischen Institutionen in Brüssel, Belgien, 23. Februar 2023. Nach Angaben der Organisatoren sollte die Veranstaltung auf die angebliche Entführung ukrainischer Kinder durch Russland aufmerksam machen. [EPA-EFE/OLIVIER HOSLET]

Die Europäische Kommission hat in Zusammenarbeit mit Polen eine Initiative zur Suche nach ukrainischen Kindern gestartet, die illegal aus den besetzten Gebieten der Ukraine verschleppt wurden.

„Schätzungen zufolge haben die russischen Streitkräfte seit Beginn der umfassenden Invasion der Ukraine Tausende von ukrainischen Kindern nach Russland verschleppt. Die Entführung ukrainischer Kinder ist ein großes soziales Problem, eine Tragödie und ein Verbrechen“, sagte Dana Spinant, Sprecherin der Europäischen Kommission, bei einem Briefing in Brüssel.

„Deshalb starten wir gemeinsam mit Polen und mit Unterstützung der UN-Organisationen diese Initiative. Unser Ziel ist es, die Kräfte zu bündeln, um Beweise zu sammeln, die entführten Kinder zu finden und die Verantwortlichen für diese Verbrechen strafrechtlich zu verfolgen“, so Spinant weiter.

Genauere Informationen über die Initiative sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.

Ein neues Sanktionspaket sieht Sanktionen gegen die Personen vor, die an der Entführung der ukrainischen Kinder und ihrer Verschleppung nach Russland beteiligt sind.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei EURACTIVs Medienpartner European Pravda.