Nur jeder zehnte Deutsche sorgt sich um seinen Arbeitsplatz
Die positiven Entwicklungen in der Wirtschaft um am Arbeitsmarkt scheint auch in den Gemütern der Arbeitnehmer anzukommen. Einer Umfrage von Ernst & Young zufolge halten mehr als 90 Prozent der Deutschen ihren Arbeitsplatz für sicher.
Nicht einmal einer von zehn mache sich Sorgen um seinen Job, heißt es in einer am gestrigen Dienstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Valid Resarch für die Beratungsfirma Ernst & Young (EY). 67 Prozent, sehen ihren Arbeitsplatz als „sehr sicher“ an, 26 Prozent als „sicher“ – die beste Bewertung zur Arbeitsplatzsicherheit seit der ersten EY-Befragungen im Jahr 2008.
Insgesamt 51 Prozent der Befragten erklärten sich mit ihrer finanziellen Situation zufrieden. Das sind genau so viele wie im Vorjahr. Nur sieben Prozent kommen zu einem negativen Befund – eine Verschlechterung um einen Prozentpunkt im Vergleich zu 2015. Darüber hinaus rechnet fast jeder Fünfte 2017 mit steigenden Einkommen. Im Durchschnittlich gehen die Bundesbürger von einem Zuwachs von etwa 1,1 Prozent aus. Allerdings glauben nicht einmal 20 Prozent, dass sich ihre Situation im kommenden Jahr noch weiter verbessert.
Massiv gewachsen ist bei den Verbrauchern jedoch die Furcht, dass sich ihre persönliche Lage durch Kriege im Ausland verschlechtern könnte. Fast der Hälfte der Befragten bereitet das die größten Sorgen – ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von rund 33 Prozentpunkte.
Als weitere belastende Themen nannten die 1.500 Befragten unter anderem den Zuzug von Flüchtlingen nach Europa und die Umweltverschmutzung.Bei 44 Prozent löst der Flüchtlingszustrom in Europa weiter große Unsicherheiten aus. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber den 60 Prozent des Vorjahres, in dem eine Rekordzahl von Flüchtlingen nach Deutschland gekommen war. Weitere 28 Prozent verbinden mit Krieg und Bürgerkrieg leichte Sorgen.