Obama und Medwedew rücken näher bei Raketenabwehr [DE]

Die Präsidenten von Russland und den USA scheinen gestern (6. Juli 2009) Forschritte bei der Raketenabwehr erzielt zu haben, ein Thema, das direkte Folgen für die transatlantischen Beziehungen hat, berichtete die internationale Presse.

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Die Präsidenten von Russland und den USA scheinen gestern (6. Juli 2009) Forschritte bei der Raketenabwehr erzielt zu haben, ein Thema, das direkte Folgen für die transatlantischen Beziehungen hat, berichtete die internationale Presse.

Auf seiner zweitägigen Reise nach Moskau, scheint der US-Präsident Barack Obama bei seinem Gastgeber Dmitri Medwedew im langjährigen Disput über die Raketenabwehr Fortschritte erzielt zu haben, da sich die beiden Staatschefs auf eine Zusammenarbeit geeinigt haben, die Bedrohungen durch Länder wie den Iran und Nordkorea anzugehen. Sie einigten sich auch eine Zusammenarbeit in der Raketenabwehr zu untersuchen und die Gespräche über die Schaffung eines gemeinsamen Frühwarnsystems für Raketen zu intensivieren. 

Während die meisten anderen Vereinbarungen von den Verhandlungspartnern bereits vor dem Gipfel getroffen wurden, erreichten Obama und Mewedew die Übereinkunft über die Raketenabwehr zusammen, sagte Michael McFaul, ein hochrangiger Russlandspezialist in der Obama-Administration, der vom Boston Globe zitiert wurde. 

Bis zu dem Treffen, hatten die Russen sich geweigert zur Zusammenarbeit in der Raketenabwehr Stellung zu nehmen, wenn die Vereinigten Staaten nicht ihre Pläne zurücknähmen, das System in Polen und Tschechien zu bauen.

Obama sagte, dass er Medwedew erklärt hatte, dass die US-Behörden immer noch eine Revision der Optionen eines  Raketenabwehrsystems in Europa ausarbeiteten und Russland über die Schlussfolgerungen informieren würden, „sobald die Revision abgeschlossen ist“, was noch vor Ende des Sommers sein sollte. 

Berater sagten, dass die Gespräche über den Iran und Raketenabwehr das nahezu vierstündige Treffen mit Obama mit Mewedew dominiert hätten. Die Vereinbarung scheint politischen Einfluss zu haben, sagte sie, da Russland von den Raketenabwehrplänen der USA in Europa besessen sei und den Folgen des Projektes das es so vehement ablehne alle Proportion nehme.  

Obama und Medwedew erreichten auch eine vorübergehende Vereinbarung, die amerikanischen und russischen Atomarsenale um mehr als ein Drittel zu reduzieren. Russland und die USA besitzen zusammen 90 Prozent der Atomwaffen in der Welt. 

Das Übereinkommen, das einen klaren obgleich schwierigen Pfad zum Ersetzen des Waffenkontrollvertrages START vorsieht, der im Dezember ausläuft, war das bedeutendste unter jenen die bei dem Gipfel unterzeichnet wurden.  

Die zwei Staatschefs unterschrieben auch Verträge die den Transit von US-Militärpersonal und Waffen durch Russland erlaubten, was die bilateralen militärischen Verbindungen wiederherstellt und für eine Kooperation plädiert, die Ausbreitung nuklearer Waffen zu begrenzen. 

(Mit Agenturen)