Ölpest im Schwarzen Meer: Bulgarische Regierung will Sommertourismus retten
Im Schwarzen Meer läuft Öl aus zwei beschädigten russischen Tankern. Bulgariens Regierung versucht die Sorge vor einer Beeinträchtigung des Sommertourismus zu zerstreuen und erklärt, das Öl würde die bulgarische Schwarzmeerküste nicht erreichen.
Im Schwarzen Meer läuft Öl aus zwei beschädigten russischen Tankern. Bulgariens Regierung versucht die Sorge vor einer Beeinträchtigung des Sommertourismus zu zerstreuen und erklärt, das Öl würde die bulgarische Schwarzmeerküste nicht erreichen.
Im Dezember havarierten zwei russische Öltanker in der Straße von Kertsch, wobei etwa 5.000 Tonnen Öl ins Meer ausliefen. In der letzten Woche gab die Russische Akademie der Wissenschaften bekannt, dass ein Teil des Schweröls die Küsten von Georgien, der Türkei, Rumänien und Bulgarien erreichen könnte.
Viktor Danilov-Danilyan, der wissenschaftliche Leiter der Einrichtung, sagte, dass eine solche Menge Öl zum ersten Mal in der Geschichte ausgelaufen sei.
Der bulgarische Umweltminister Manol Genov spielte die Nachricht jedoch herunter und erklärte, es bestehe keine Gefahr, dass das Öl in die bulgarischen Gewässer des Schwarzen Meeres gelange.
Borshosh bezeichnete die Medienberichte als „böswillig“ und sagte, sie würden die lokale Tourismusbranche beunruhigen. Die Regierung werde weiterhin alles daran setzen, den Status Bulgariens als sicheres Reiseziel zu erhalten, und dass sie jegliche Spekulationen über die Ölpest im Keim ersticken werde.
Der bulgarische Tourismus macht sieben Prozent des nationalen Bruttoinlandsproduktes aus. In den letzten zwei Jahren hatte man jedoch mit Bedenken hinsichtlich der Wasserqualität im Schwarzen Meer zu kämpfen.
So hat ein geplatztes Abwasserrohr in der Nähe des großen Touristenzentrums Varna und die Angst vor einer starken Verschmutzung nach der Explosion des Kakhovka-Staudamms in der Ukraine die Lage beeinträchtigt. Mit der Ölpest in russischen Gewässern steht Bulgarien vor einem weiteren von Russland verursachtem Problem, das den Tourismus des Landes beeinträchtigen könnte.
Bulgarien erwartet nach seinem Beitritt zum Schengen-Raum am 1. Januar 2025 mehr Touristen aus Rumänien und Moldau in seinen Badeorten und mehr griechische Touristen in seinen Berggebieten.
[KN]