Österreich: Zahl der weiblichen Spitzenbeamten gesunken
Der Anteil der Frauen in Österreichs Regierung, im Nationalrat und in den Landesregierungen ist zwischen 2021 und 2022 deutlich gesunken, hat das Institut für Parlamentarismus und Demokratie herausgefunden.
Der Anteil der Frauen in Österreichs Regierung, im Nationalrat und in den Landesregierungen ist zwischen 2021 und 2022 deutlich gesunken, so eine neue Studie.
Von 2021 bis 2022 ging in Österreich der Anteil der Frauen in politischen Spitzenpositionen deutlich zurück. In anderen EU-Ländern waren derweil Zuwächse, wenn auch manchmal von einem niedrigen Niveau aus, zu beobachten, so das Institut.
„In der Tat war 2022 kein Jubeljahr für Frauen in der österreichischen Spitzenpolitik“, so das Institut laut APA.
Bei den Regierungsmitgliedern sank der Frauenanteil von 46,7 Prozent im Jahr 2021 auf 35,7 Prozent im Jahr 2022, nachdem eine Reihe von Regierungsumbildungen dazu geführt haben, dass nun acht der 18 Regierungsmitglieder weiblich sind.
Der gleiche Trend gilt für den Nationalrat und die Provinzregierungen.
Generell hat die Zahl der Frauen in politischen Spitzenpositionen in der gesamten EU zugenommen, auch wenn die Zahlen zunächst niedrig waren. So sind beispielsweise vier der 21 gewählten Staatsoberhäupter jetzt weiblich, während die Zahl der weiblichen Regierungschefs von fünf auf sechs stieg.
Mit großem Abstand liegen Spanien (60 Prozent), Finnland (57,9 Prozent), Belgien (53,3 Prozent), Frankreich (50 Prozent) und die Niederlande (50 Prozent) mit Quoten von über 50 Prozent an der Spitze des Feldes.
In den EU-Institutionen ist die Zahl der Frauen leicht zurückgegangen, obwohl die Europäische Kommission und das Europäische Parlament derzeit von Frauen geleitet werden.