Österreichs kürzlich Verstorbene erhalten fälschlicherweise 500 Euro Klimabonus
Die Geldprämie, mit der die ungleichen Auswirkungen des neu eingeführten CO2-Preises auf Benzin, Heizung, Öl und Gas ausgeglichen werden sollen, hat mit Problemen in der Umsetzung zu kämpfen.
Die Geldprämie, mit der die ungleichen Auswirkungen des neu eingeführten CO2-Preises auf Benzin, Heizung, Öl und Gas ausgeglichen werden sollen, hat mit Problemen in der Umsetzung zu kämpfen.
Der Klimabonus in Höhe von 500 Euro wird an alle Personen gezahlt, die ab Anfang 2022 ihren Hauptwohnsitz in Österreich erworben haben. Die ehemalige Generalsekretärin der konservativen ÖVP, Laura Sachslehner, verlor ihren Job, nachdem sie diese Regelung kritisiert hatte.
Tausende kürzlich verstorbene Personen haben jedoch die 500 Euro ebenfalls erhalten, wie die Zeitung Die Presse berichtet.
Dies wird darauf zurückgeführt, dass es manchmal Wochen dauern kann, bis ein Todesfall registriert wird.
Ein Betroffener schilderte seine Erfahrungen: Als er den Klimabonus, der seiner kürzlich verstorbenen Mutter überwiesen worden war, zurückzahlen wollte, sagte ihm das Klimaschutzministerium: „Das ist leider rechtlich nicht möglich.“
Mehrere Länder, vor allem in Europa, greifen auf Barzahlungen zurück, um die Auswirkungen der von Expert:innen befürworteten Maßnahme der Kohlenstoffbepreisung abzumildern, da diese die ärmeren Haushalte unverhältnismäßig stark trifft. Die Länder tun sich jedoch schwer, direkte Barzahlungen abzuwickeln.
In Deutschland hatte Finanzminister Christian Lindner (FDP) bisher die Position vertreten, dass Direktzahlungen an die Bevölkerung nicht möglich seien.