Öffnung der Arbeitsmärkte in der EU-15 – ein uneinheitliches Bild [DE]

Eine britische Studie kommt zu dem Schluss, dass osteuropäische Arbeitskräfte überwiegend positive Auswirkungen auf den britischen Arbeitsmarkt hätten. Doch auch Belgien scheint nun entschlossen, seinen Arbeitsmarkt nicht für die Bürger der neuen Mitgliedstaaten zu öffnen.

Eine britische Studie kommt zu dem Schluss, dass osteuropäische Arbeitskräfte überwiegend positive Auswirkungen auf den britischen Arbeitsmarkt hätten. Doch auch Belgien scheint nun entschlossen, seinen Arbeitsmarkt nicht für die Bürger der neuen Mitgliedstaaten zu öffnen.

Aus Angst vor wachsender Arbeitslosigkeit und „Wohlfahrtstourismus“ haben einige EU-15-Länder – unter anderem Österreich und Deutschland – angekündigt, sie würden ihre Arbeitsmärkte für mindestens drei weitere Jahre verschlossen halten. Die deutsche Regierung will die Beschränkungen Berichten zufolge sogar erst 2011 aufheben. 

Belgien hat ebenfalls angekündigt, die Übergangsregelungen auch über den 1. Mai 2006 hinaus aufrechtzuerhalten. Dies entschied die Regierung Ende Februar. 

Vor dem Hintergrund des Widerwillens in vielen Mitgliedstaaten hat die Kommission 2006 zum Europäischen Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer erklärt.