Ölpreise: Kommission will Maßnahmen zur Verringerung der Energienachfrage schneller auf den Weg brin
Besorgt über die negativen wirtschaftlichen Folgen der hohen Energiepreise hat EU-Energiekommissar Piebalgs ein Fünf-Punkte-Programm vorgelegt, das den Preisanstiegen entgegenwirken soll.
Besorgt über die negativen wirtschaftlichen Folgen der hohen Energiepreise hat EU-Energiekommissar Piebalgs ein Fünf-Punkte-Programm vorgelegt, das den Preisanstiegen entgegenwirken soll.
EU-Kommissar Piebalgs will den Preisanstiegen mit einem Fünf-Punkte-Plan entgegenwirken:
Verringerung der Energienachfrage in der EU
- Nach der Veröffentlichung des Grünbuchs über Energieeffizienz im Juni 2005 will die Kommission Anfang 2006 einen Aktionsplan über Energieeinsparungen vorlegen.
- Die Kommission will die Annahme und Umsetzung von Maßnahmen, die bereits in Planung sind (beispielsweise die Richtlinie über Energiedienstleistungen und die Gebäuderichtlinie), beschleunigen
- Internationale Maßnahmen zu Verbesserung der Energieeffizienz sollen verbessert werden.
Höherer Stellenwert für alternative Energieträger
- Die Kommission will noch vor Ende des Jahres einen Aktionsplan zu Biomasse vorlegen. Außerdem soll Anfang 2006 eine Mitteilung über Biotreibstoffe erscheinen.
- Sie will sich für eine Anhebung des Haushalts für erneuerbare Energie, saubere Kohle und CO2-Sequestration einsetzen.
- Die finanzielle Unterstützung für erneuerbare Energien in den Mitgliedstaaten soll auf den Prüfstand kommen.
Mehr Transparenz und Vorhersehbarkeit an den Ölmärkten
- Um Spekulationen entgegenzuwirken, wird die Kommission künftig zweimal im Monat Statistiken über die EU-Ölreserven veröffentlichen.
- Eine neue Abteilung soll in der Generaldirektion Energie und Verkehr (GD TREN) eingerichtet werden, das „Oil and Gas Market Observatory Unit“.
- Die Energiedialoge mit OPEC, Russland und Norwegen sollen intensiviert werden.
- Ein „Forum fossile Treibstoffe“ soll ins Leben gerufen werden, um die Vorhersehbarkeit an den Öl- und Gasmärkten zu verbessern.
Bessere Versorgung mit Öl und Gas
- Die Kommission will stärker mit Produzenten und europäischen Ölkonzernen zusammenzuarbeiten, um ein besseres Investitionsklima zu schaffen.
Bessere Koordinierung der strategischen Ölreserven
- Angesichts der Tatsache, dass mehrere EU-Mitgliedstaaten nicht Mitglieder der Internationalen Energieagentur sind, ist mehr Koordination erforderlich.