Portugal-Überschwemmungen verursachten 175 Millionen Euro an Schäden
Schwere Regenfälle verursachten im Dezember in Lissabon, Portalegre und Faro Schäden in Höhe von mindestens 175 Millionen Euro, wie aus den endgültigen und vorläufigen Berechnungen von 21 Gemeinden hervorgeht.
Schwere Regenfälle verursachten im Dezember in Lissabon, Portalegre und Faro Schäden in Höhe von mindestens 175 Millionen Euro, wie aus den endgültigen und vorläufigen Berechnungen von 21 Gemeinden hervorgeht.
Zwischen dem 7. und 14. Dezember kam es in mehreren Bezirken auf dem portugiesischen Festland zu Überschwemmungen, sowie zu Erdrutschen und umgestürzten Bäumen als Folge der anhaltenden Unwetter. Vielerorts führte dies zur vorübergehenden Sperrung zahlreicher Straßen, zu Einschränkungen im öffentlichen Verkehr und zur Schließung von Geschäften aufgrund von Schäden.
Einige Tage zuvor hatten die heftigen Regenfälle, die am 5. Dezember an der Algarve niedergingen und zu Überschwemmungen in verschiedenen Gebieten führten, in der Stadt Faro Schäden in Höhe von mehr als 2 Millionen Euro verursacht.
Laut dem Bürgermeister der Gemeinde entstand an den kommunalen Infrastrukturen – dem Rathaus, den Schulen, der Bibliothek, dem städtischen Markt, den öffentlichen Plätzen und den städtischen Schwimmbädern – ein Schaden von 900 000 bis 1 Million Euro.
Ähnliche Verluste erlitten die Geschäftsleute in São Luís, dem am stärksten betroffenen Stadtteil, und auch im privaten Bereich entstanden Schäden, unter anderem an Fahrzeugen, in Höhe von 200.000 Euro,
Zwischen dem 7. und 15. Dezember registrierten die Beamt:innen des Zivilschutzes auf dem portugiesischen Festland mehr als 7.950 Vorfälle – zumeist Überschwemmungen – und 88 Personen, die neu untergebracht werden mussten.
Regierungsbeamt:innen haben einige betroffene Orte besucht und um eine Bestandsaufnahme der Schäden bis spätestens 15. Januar gebeten. Auf diese Weise sollen die Mechanismen für die von den lokalen Behörden wiederholt geforderte Unterstützung mit Sondermitteln für Familien und Unternehmen optimiert werden.
Von den Städten, deren Erhebungen bereits bekannt sind, meldete Lissabon einen Gesamtschaden von 49 Millionen Euro und damit den höchsten Einzelwert.
Am Donnerstag erklärte der Bürgermeister von Lissabon, Carlos Moedas, dass 34 Millionen Euro oder 70 Prozent der Gesamtsumme auf Schäden an Einrichtungen und öffentlicher Infrastruktur entfallen und der Rest, 15 Millionen Euro, auf Schäden an Wirtschaftstätigkeiten, Handel und Dienstleistungen sowie an Privathäusern.
Von dem letztgenannten Betrag entfielen 3,8 Millionen Euro auf Wohnungen und 11,2 Millionen Euro auf Unternehmen.