Portugiesischer Durchschnittslohn bleibt nahe am Mindestlohn

Die portugiesischen Einkommen steigen trotz der Inflation, aber die Lohnerhöhungen verlangsamen sich. Der Durchschnittslohn liegt immer noch in der Nähe des Mindestlohns.

/ Lusa.pt
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Nach den in der vergangenen Woche vom portugiesischen Nationalen Statistikamt (INE) veröffentlichten Daten stieg das durchschnittliche monatliche Bruttoentgelt pro Arbeitnehmer (pro Arbeitsplatz) im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent auf 1.640 Euro. [Shutterstock/Halfpoint]

Die portugiesischen Einkommen steigen trotz der Inflation, jedoch verlangsamen sich diese Lohnerhöhungen verlangsamen. Der Durchschnittslohn selbst liegt weiterhin nur kurz über dem Mindestlohn.

Nach den in der vergangenen Woche vom portugiesischen Nationalen Statistikamt (INE) veröffentlichten Daten stieg das durchschnittliche monatliche Bruttoentgelt pro Arbeitnehmer (pro Arbeitsplatz) im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent auf 1.640 Euro. Real, das heißt ohne Berücksichtigung der Inflation, betrug der Anstieg 3,6 Prozent.

Diese Zahl stellt eine Verlangsamung gegenüber dem vorangegangenen Quartal dar, das im März endete und in dem das reale Wachstum im Vergleich zum Vorjahr 4,2 Prozent betrug.

Nettoauslandsverschuldung

Portugals Nettoauslandsverschuldung ist in der ersten Jahreshälfte auf 50 Prozent des portugiesischen Bruttoinlandsprodukts gesunken. Sie liegt bei 136,9 Milliarden Euro, teilte die Bank von Portugal am Dienstag mit. Damit erreichte die Nettoauslandsverschuldung den niedrigsten Wert seit Ende 2005.

Dem steht eine Verschuldung von 142,7 Milliarden Euro Ende 2023 gegenüber, die 53,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entsprach.

In einem am Dienstag veröffentlichten Vermerk stellte die portugiesische Zentralbank außerdem fest, dass Portugals Auslandsvermögensstatus in der ersten Jahreshälfte so wenig negativ war wie seit Ende des ersten Halbjahres 2005 nicht mehr.

Außenhandelsüberschuss

Gleichzeitig gab die portugiesische Zentralbank am Dienstag bekannt, dass die portugiesische Wirtschaft bis Juni einen Außenhandelsüberschuss von 4,113 Milliarden Euro verzeichnete, was drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Überschuss noch bei 2,115 Milliarden Euro gelegen.

Nach Angaben der portugiesischen Zentralbank spiegelt diese Entwicklung den Rückgang des Defizits in der Warenbilanz um 800 Millionen Euro wider. Dabei gingen die Importe stärker zurück als die Exporte (-997 Millionen Euro und -197 Millionen Euro beziehungsweise -2,0 Prozent und -0,5 Prozent). Sie zeigt auch den Anstieg des Überschusses der Dienstleistungsbilanz um 1,19 Milliarden Euro, der hauptsächlich auf den Anstieg der Reiseverkehrs- und Tourismusbilanz um 1,024 Milliarden Euro zurückzuführen ist.