Raffarin: 'Non' würde Frankreich in tiefe Krise stürzen [DE]

Die französische Presse ist zu dem Schluss gekommen, dass die Debatte über die Ratifizierung der EU-Verfassung nach einem Fernsehauftritt des französischen Premiers Jean-Pierre Raffarin zunehmend von Katastrophenszenarien geprägt ist.

Die französische Presse ist zu dem Schluss gekommen, dass die Debatte über die Ratifizierung der EU-Verfassung nach einem Fernsehauftritt des französischen Premiers Jean-Pierre Raffarin zunehmend von Katastrophenszenarien geprägt ist.

Der französische Ministerpräsident Jean-Pierre Raffarin hat am 17. Mai davor gewarnt, dass eine Ablehnung der EU-Verfassung durch die französischen Bürger eine wirtschaftliche und politische Krise auslösen könnte.

In einer Rede in Bordeaux im Anschluss an eine Debatte im nationalen Fernsehen sagte Raffarin, dass eine ‚Nein’ der Franzosen zur EU-Verfassung am 29. Mai Frankreich in „eine politische Krise“ stürzen würde, die „eine monatelange wirtschaftliche Krise“ zur Folge haben würde. 

„Wenn wir den Verfassungsvertrag ablehnen, wird Europa ein KO-Schlag versetzt“, fügte er hinzu. Diese Einschätzungen wurden von Kommissionspräsident José Manuel Barroso bekräftigt. Gegenüber dem Radiosender ‚Europe 1’ erklärte er, ein ‚Nein’ wäre eine ’schlechte Nachricht‘ für die Wirtschaft Frankreichs und Deutschlands, da es die allgemeine Verunsicherung der Investoren weiter verschlimmern würde. 

Jüngste Umfragen sehen die Verfassungsgegner erneut vorn.