REACH: Ärzte fordern strenge Chemikaliengesetzgebung zur Verringerung des Krebsrisikos [DE]

Angesichts eines besorgniserregenden Anstiegs der Krebsraten, Asthma-Fälle und von angeborenen Missbildungen fordern Ärzte und Krebsforscher nun eine strenge Chemikalienverordnung (REACH).

Angesichts eines besorgniserregenden Anstiegs der Krebsraten, Asthma-Fälle und von angeborenen Missbildungen fordern Ärzte und Krebsforscher nun eine strenge Chemikalienverordnung (REACH).

Ärzte und Krebsforscher rufen EU-Entscheidungsträger auf, die Chemikalien-Richtlinie zu unterstützen. Das Parlament wird am 17. November über den REACH-Vorschlag abstimmen. Auf einer Konferenz wollen Wissenschaftler heute (am 8. November) im Europäischen Parlament ihre Botschaft kundtun. 

Die französische Krebsforschungsorganisation ARTAC und der Ständige Ausschuss Europäischer Ärzte (CMPE) weisen auf einen besorgniserregenden Anstieg an Krebsraten, Asthma-Fällen und angeborenen Missbildungen hin und meinen „die Zahl der Betroffenen nehme jährlich zu“. „Die Entwicklung all dieser Krankheiten scheint mit der Verbreitung giftiger Substanzen in unserer Umwelt zusammenzuhängen“, sagen beide Organisationen.  Sie weisen darauf hin, dass heute in Europa jedes siebte Kind an Asthma leidet und 15% aller Paare fortpflanzungsunfähig sind. Darüber hinaus nehme den Krebsforschern zufolge die Zahl der angeborenen Missbildungen ständig zu.

CPME und ARTAC fordern Entscheidungsträger auf, alles was in ihrer Macht steht zu unternehmen, um die Verwendung gefährlicher Chemikalien „zu verbieten oder sehr streng zu überwachen“, insbesondere gefährliche CMR-Stoffe: Krebs erregende (karzinogene), Erbgut schädigende (mutagene) und fortpflanzungsschädigende (reproduktionstoxische) Stoffe.

Beide Organisationen sagen, sie unterstüzen den REACH-Vorschlag in seiner ursprünglichen, vor zwei Jahren von der Kommission vorgelegten, Form.