'Roaming'-Gebühren: Kommission will hart durchgreifen [DE]
Noch vor dem Sommer will die Kommission Maßnahmen vorschlagen, welche Telekombetreiber dazu bewegen sollen, die Roaming-Gebühren für internationale Mobilfunkgespräche zu senken.
Noch vor dem Sommer will die Kommission Maßnahmen vorschlagen, welche Telekombetreiber dazu bewegen sollen, die Roaming-Gebühren für internationale Mobilfunkgespräche zu senken.
Laut der Kommission sollten „Roaming“-Gebühren im Ausland nicht höher sein als die von den Mobilfunkbetreibern verlangten inländischen Gebühren, wenn man in ein anderes Mobilfunknetz telefoniert (inländisches „Roaming“). Teilweise ist internationales „Roaming“ bis zu 20 Mal teuerer als inländisches „Roaming“. Die Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, hat festgestellt, dass Konsumenten auch weiterhin unbegründet hohe Preise zahlen, wenn sie mit ihrem Handy im Ausland telefonieren.
Die Kommission befasst sich schon lange mit den Kosten und der Komplexität internationaler Roaming-Gebühren. Das Ziel der Kommission war ursprünglich die Selbstregulierung auf diesem Gebiet zu unterstützen, aber da Reding nun zu dem Schluss gekommen ist, dass der Markt nicht funktioniere, ist sie bereit regulierend einzugreifen. Ein erster Entwurf dieser Vorschrift, welche keinen „idealen Preis“ vorschreiben wird, soll im April veröffentlicht werden.
Sobald die neuen Gesetze angenommen werden, werden sie auch in den 25 EU-Mitgliedstaaten gelten. Nach der Zustimmung des Europäischen Parlaments und des Rats sollen die neuen Vorschriften bis 2007 in Kraft treten.
Verbrauchergruppen haben diesen Antrag begrüßt. Analysten erwarten allerdings, dass die Lobby einiger Mobilfunkanbieter gegen die ihrer Ansicht nach überflüssigen Vorschriften ankämpfen wird. .
Das Prinzip, welches hinter dieser neuen Maßnahme steht, ähnelt der erst kürzlich eingeführten Vorschrift zu grenzüberschreitenden Geldtransfers in Euro, wonach Überweisungen zwischen Mitgliedstaaten nicht teurer sein dürfen als Inlandsüberweisungen.