Rumänien sichert Moldau Unterstützung bei Energiekrise zu
Rumänien ist bereit, Moldau bei der Überwindung seiner Energiekrise zu helfen. Moldau hatte den Notstand ausgerufen, da zum Jahresende mit einer Unterbrechung des russischen Gastransits durch die Ukraine gerechnet wird.
Rumänien ist bereit, Moldau bei der Überwindung seiner Energiekrise zu helfen. Moldau hatte den Notstand ausgerufen, da zum Jahresende mit einer Unterbrechung des russischen Gastransits durch die Ukraine gerechnet wird.
Das moldauische Parlament hatte am Donnerstag (12. Dezember) auf Ersuchen von Ministerpräsident Dorin Recean ab Montag (16. Dezember) einen 60-tägigen Notstand für den Energiesektor ausgerufen. Dies folgte auf die Ankündigung, dass der russische Gastransit durch die Ukraine bis Jahresende eingestellt wird, was die Energieversorgung der abtrünnigen Region Transnistrien, die auf Gazprom-Importe angewiesen ist, gefährden könnte.
Bukarest könne „seine Unterstützung anbieten“, um Chișinău über den Winter zu helfen, sagte der rumänische Energieminister Burduja am Freitagnachmittag (13. Dezember). Die rumänischen Energieunternehmen Nuclearelectrica und Hidroelectrica würden bereits mit dem moldawischen Unternehmen Energocom über Möglichkeiten zur Lieferung zusätzlicher Elektrizität verhandelten.
Die derzeitige Nettoübertragungskapazität (NTC) für Importe aus Rumänien beträgt 315 Megawatt (MW), soll jedoch bis Ende der Woche auf 395 MW steigen, so der Minister.
Rumänien verfüge über ausreichende Erdgasreserven und sei „bereit, vorrangige Förderoptionen in Betracht zu ziehen“, um die Auswirkungen auf Transnistrien abzumildern, führte Burduja weiter aus.
Falls das Wärmekraftwerk Cuciurgan seine Energieproduktion einstellt, sei Rumänien bereit, „mit Unterstützung europäischer Partner“ der Republik Moldau bei der Deckung des geschätzten Defizits von 600 MW zu helfen. Diese Unterstützung werde „koordinierte Lösungen auf Regierungsebene und die Nutzung verfügbarer Ressourcen“ umfassen, erklärte Burduja.
Die abtrünnige Region Transnistrien erklärte am 11. Dezember den wirtschaftlichen Notstand. Daraufhin führte sie Krisenmaßnahmen ein, wie die Einrichtung lokaler Notfallteams, die Sicherung der Holzversorgung, die Einrichtung von Heizstationen mit warmen Speisen und die Beschränkung der medizinischen Behandlung auf dringende Fälle.
Gleichzeitig kündigte das moldauische Erdgasunternehmen Moldovagaz die Beschaffung von 100 Prozent des für die Heizperiode von Oktober 2024 bis März 2025 benötigten Erdgases für den Rest Moldaus an.
Moldaus Ministerpräsident Recean äußerte sich ebenfalls optimistisch über die Beendigung der Energieabhängigkeit von Russland und sagte, dass „wir der Energieerpressung mit der Fertigstellung der im Bau befindlichen Hochspannungsleitung zwischen Chișinău und Rumänien ein Ende setzen werden“.
Er forderte die Transnistrier außerdem auf, die „Illusion“ aufzugeben, dass „Russland sich um sie kümmert oder sie beschützt“.
[Bearbeitet von Jeremias Lin]