Rumänien und Ukraine unterzeichnen Abkommen über Solidaritätskorridore

Der rumänische Premierminister Marcel Ciolacu und sein ukrainischer Amtskollege Denys Schmyhal haben am Mittwoch in Kyjiw ein Abkommen unterzeichnet, das den sicheren Transit ukrainischer Produkte und den Ausbau der Grenzübergänge zwischen der Ukraine und Rumänien gewährleisten soll.

EURACTIV.ro
Ukraine’s Prime Minister Denys Shmyhal visits Bucharest
Bis Ende 2023 werde Rumänien die Transitkapazität für Getreide aus der Ukraine verdoppeln, sagte der rumänische Premierminister Marcel Ciolacu (rechts). "Gemeinsam ist es uns gelungen, einen Weg zu finden, der sowohl den Getreidetransit erleichtert als auch die Interessen der rumänischen Landwirte schützt", fügte er hinzu. [EPA-EFE/Bogdan Cristel]

Der rumänische Premierminister Marcel Ciolacu und sein ukrainischer Amtskollege Denys Schmyhal haben am Mittwoch in Kyjiw ein Abkommen unterzeichnet, das den sicheren Transit ukrainischer Produkte und den Ausbau der Grenzübergänge zwischen der Ukraine und Rumänien gewährleisten soll.

Bis Ende 2023 werde Rumänien die Transitkapazität für Getreide aus der Ukraine verdoppeln, sagte Ciolacu. „Gemeinsam ist es uns gelungen, einen Weg zu finden, der sowohl den Getreidetransit erleichtert als auch die Interessen der rumänischen Landwirte schützt“, fügte er hinzu.

Die Europäische Kommission begrüßte die Unterzeichnung der Absichtserklärung. Sie erklärte, dass das Dokument „die Kapazität der Solidaritätskorridore weiter erhöhen wird“, insbesondere angesichts der Schäden, die der ukrainischen Verkehrsinfrastruktur durch den russischen Angriffskrieg zugefügt wurden.

„Rumänien spielt eine wesentliche Rolle für das Funktionieren der Solidaritätskorridore und arbeitet konstruktiv mit allen beteiligten Parteien zusammen“, sagte die Kommission. Sie bekräftigte ihre anhaltende Unterstützung für die Umsetzung der Solidaritätskorridore zwischen der EU und der Ukraine und des ukrainischen Aktionsplans für den Getreideexport, vor allem durch die Erleichterung der grenzüberschreitenden Verbindungen.

Das Memorandum enthält auch Pläne zur Verbesserung der Grenzübergänge zwischen Rumänien und der Ukraine. Diese Initiative soll den unmittelbaren Import- und Exportbedarf der Ukraine decken und das Land fest im EU-Transportnetz verankern.

Zwischen März 2022 und September 2023 haben über 51,5 Millionen Tonnen Getreide, Ölsaaten und verwandte Erzeugnisse sowie über 42 Millionen Tonnen nichtlandwirtschaftliche Erzeugnisse (Erze, Eisen und Stahl, Holz) die Ukraine über die Solidaritätskorridore verlassen. Sie ermöglichten die Ausfuhr von rund 60 Prozent der ukrainischen Getreideproduktion seit Beginn des Krieges.