Rumäniens Präsident: Russland ist Hauptgegner der NATO
In ihrem künftigen Strategischen Konzept muss die NATO die neue Sicherheitslage so angemessen und realistisch wie möglich darstellen. Dabei müsse Russland als größte Bedrohung der NATO in den Mittelpunkt rücken, sagte der rumänische Präsident Klaus Iohannis am Dienstag.
In ihrem künftigen Strategischen Konzept müsse die NATO die neue Sicherheitslage so angemessen und realistisch wie möglich darstellen. Dabei müsse Russland als größte Bedrohung der NATO in den Mittelpunkt rücken, sagte der rumänische Präsident Klaus Iohannis am Dienstag.
Das Strategische Konzept müsse der kollektiven Verteidigung Priorität einräumen und das Bündnis auf allen Ebenen stärken, damit die NATO in der Lage sei, allen aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein, sagte Iohannis während eines Treffens in Den Haag in Vorbereitung auf den bevorstehenden NATO-Gipfel in Madrid.
An dem Treffen nahmen die Staats- und Regierungschefs von Belgien, Dänemark, Lettland, den Niederlanden, Polen, Portugal und Rumänien teil.
Während der Gespräche betonte Iohannis die Notwendigkeit einer verstärkten und effektiven alliierten Präsenz an der Ostflanke, und zwar in einer vereinten, kohärenten und nachhaltigen Weise. Dies gelte insbesondere für den Süden, das Schwarze Meer – die Region, die den aggressiven Aktionen Russlands am meisten ausgesetzt ist.
Die kollektive Verteidigung sei und müsse die wichtigste Aufgabe der NATO darstellen, betonte Iohannis. Er hob auch die Notwendigkeit hervor, die Beziehungen der NATO zu ihren regionalen Partnern zu stärken, die von den Auswirkungen der russischen Aggression stark betroffen sind.
Die rumänische Regierung ist ein entschiedener Befürworter der NATO-Politik der „Offenen Türen“ und begrüßt in diesem Zusammenhang auch den Beitritt Schwedens und Finnlands zum Bündnis.