Russische Einflussnahme: Dänische EU-Spitzenkandidatin tritt zurück
Die Spitzenkandidatin der Liberalen bei den dänischen Europawahlen, Alexandra Sasha (Venstre/Renew Europe), hat am Donnerstag ihren Rückzug aus dem Wahlkampf bekannt gegeben. Zuvor hatte die Presse berichtet, dass sie Verbindungen zu Russland unterhalte, was sie jedoch bestritt.
Die Spitzenkandidatin der Liberalen bei den dänischen Europawahlen, Alexandra Sasha (Venstre/Renew), hat am Donnerstag ihren Rückzug aus dem Wahlkampf bekannt gegeben. Zuvor hatte die Presse berichtet, dass sie Verbindungen zu Russland unterhalte, was sie jedoch bestritt.
„Seit Wochen bin ich einer Verleumdungskampagne voller falscher Behauptungen und unangenehmer Interpretationen ausgesetzt, was sowohl physisch als auch psychisch schwierig war, und ich muss nun zugeben, dass ich es nicht mehr ertragen kann“, schrieb die 28-jährige Unternehmerin auf Facebook.
Die Boulevardzeitung B.T. berichtete, dass die EU-Kandidatin Mitglied des Vorstands des Russian European Forum war. Dabei handelt es sich um eine Jugendorganisation, die von Experten als ein prorussisches Forum des russischen Präsidenten Wladimir Putin angesehen wird.
„Ich habe meine Unterstützung für die Ukraine und den Freiheitskampf des ukrainischen Volkes immer laut und deutlich zum Ausdruck gebracht“, verteidigte sich Sasha. Sie erklärte, sie habe die Politik aufgegeben.
Am 9. Juni wählen die dänischen Wähler 15 Europaabgeordnete.
Jüngsten Umfragen zufolge kommen die Rechten, die in zwei Parteien aufgeteilt sind, auf mehr als 17 Prozent der Stimmen. Die Liberalen kommen auf 12,5 Prozent, was fast der Hälfte ihres Ergebnisses von 2019 entspricht.
Bei den letzten Europawahlen gingen 66 Prozent der dänischen Wähler an die Urnen.