Sanader: Vertagung der Beitrittsgespräche kein Grund zur Enttäuschung [DE]
„Das Leben in Kroatien geht weiter. Es gibt keinen Grund zur Traurigkeit oder Enttäuschung“, so lautete die Reaktion von Ministerpräsident Ivo Sanader auf die Entscheidung der EU, den Beginn der Beitrittsgespräche zu vertagen.
„Das Leben in Kroatien geht weiter. Es gibt keinen Grund zur Traurigkeit oder Enttäuschung“, so lautete die Reaktion von Ministerpräsident Ivo Sanader auf die Entscheidung der EU, den Beginn der Beitrittsgespräche zu vertagen.
Der kroatische Ministerpäsident Ivo Sanader äußerte sich „nicht zufrieden“ mit der Entscheidung der EU-Außenminister vom 16. März, den Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen mit der EU zu vertagen. Andererseits sei er sich zufrieden mit der Annahme des Verhandlungsrahmens für sein Land.
Sanader ist der Überzeugung, dass die Außenminister nicht zu dem Schluss kamen, dass Kroatien nicht alles dafür getan habe, den mutmaßlichen Kriegsverbrecher Ante Gotovina zu fassen, dass aber in dieser Frage kein Konsens zustande kommen konnte, weil „der Ministerrat über diese Dinge einstimmig“ beschließen musste.
Sanader sagte auch, dass Zagreb nicht beabsichtige, seine Bemühungen zu intensivieren, weil Kroatien „die Bedingung erfüllt hat, die da heißt: volle Zusammenarbeit mit dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag“.
Präsident Stjepan Mesic vertritt die Aufassung, „nun heißt es nicht zu verzagen, sondern die Bedingungen zu erfüllen“.
Die Vorsitzenden der parlamentarischen Parteien des Landes sind ebenfalls der Meinung, dass Zagreb die Vorbereitungen auf den EU-Beitritt fortführen sollte. „“Wenn Brüssel Kroatien gegenüber Fehler macht, darf Kroatien selbst keine Fehler machen“, so Ivica Racan, Vorsitzender der Sozialdemokraten (der stärksten Oppositionspartei des Landes).