Sarkozy: "Frankreich zurück in Europa" [DE]

Der klare Sieg von Nicolas Sarkozy bei den französischen Präsidentschaftswahlen hat die Hoffnung derer gestärkt, die auf eine schnelle Lösung der institutionellen Krise der EU hoffen. Sarkozy hat die EU auch dazu aufgerufen, die Forderung der Wähler nach mehr Schutz vor der Globalisierung ernst zu nehmen.

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Der klare Sieg von Nicolas Sarkozy bei den französischen Präsidentschaftswahlen hat die Hoffnung derer gestärkt, die auf eine schnelle Lösung der institutionellen Krise der EU hoffen. Sarkozy hat die EU auch dazu aufgerufen, die Forderung der Wähler nach mehr Schutz vor der Globalisierung ernst zu nehmen.

Nicolas Sarkozy ist als Sieger aus der Endrunde der französischen Präsidentschaftswahlen am 6. Mai 2007 hervorgegangen. Er erhielt im zweiten Wahlgang, der eine Rekordbeteiligung von 85% verzeichnen konnte, 53% der Stimmen, seine sozialistische Rivalin Ségolène Royal 47%.

Nach den ersten offiziellen Ergebnissen positionierte sich Sarkozy in einer Rede als der „Präsident aller Franzosen“ und richtete einige Worte an Frankreichs europäische Partner. 

Er wolle einen Aufruf an die europäischen Partner tätigen, und sagte: „Heute Abend meldet sich Frankreich in Europa zurück.“ Er betonte jedoch gleichzeitig, dass er bei EU-Verhandlungen streng bleiben werde.

Sarkozy sagte, er bitte die europäischen Partner inständig, die Stimme des Volkes zu hören, das beschützt werden wolle. Er fordere sie dazu auf, der Wut derjenigen Gehör zu schenken, welche die Europäische Union nicht als Schutz, sondern als ein Trojanisches Pferd verständen, das die Gefahren einer sich verändernden Welt in sich trage.

Oftmals von Gegnern des „Atlantizismus“ bezichtigt, richtete Sarkozy weiterhin Worte an seine ‚amerikanischen Freunde’. Er sagte, sie könnten auf die Freundschaft Frankreichs zählen und fügte hinzu, dass Freundschaft jedoch auch bedeute, andere Meinungen zu akzeptieren. Eine Nation wie die USA habe die Pflicht, dem Kampf gegen die globale Erwärmung keine Steine in den Weg zu stellen.