Serbien: IWF-Delegation drängt auf Sparpolitik

Der Internationalen Währungsfonds (IWF) hat Serbien zu einer restriktiveren Geld- und Haushaltspolitik gedrängt und entsprechende Maßnahmen vorgeschlagen, heißt es in einer Mitteilung des Büros von Serbiens Präsident Aleksandar Vucic vom 1. November.  

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Serbien habe sich seit Beginn der Haushaltskonsolidierung im Jahr 2014 stets den Empfehlungen des IWF angeschlossen und eine aktive Vereinbarung mit dem Fonds aufrechterhalten, so Vucic. [<a href="https://www.shutterstock.com/de/image-photo/washington-dc-usa-2020-october-3-1827838394" target="_blank" rel="noopener">Shutterstock / Christianthiel.net</a>]

Der Internationalen Währungsfonds (IWF) hat Serbien zu einer restriktiveren Geld- und Haushaltspolitik gedrängt und entsprechende Maßnahmen vorgeschlagen, heißt es in einer Mitteilung des Büros von Serbiens Präsident Aleksandar Vucic vom 1. November.  

Die IWF-Delegation schlug die Maßnahmen mit Blick auf das in der ersten Jahreshälfte verzeichnete BIP-Wachstum von 4,1 Prozent und die Prognose vor, dass sich das reale Wachstum aufgrund der anhaltenden Krise in der Ukraine bis Ende 2022 auf drei Prozent abschwächen könnte.

Serbien habe sich seit Beginn der Haushaltskonsolidierung im Jahr 2014 stets den Empfehlungen des IWF angeschlossen und eine aktive Vereinbarung mit dem Fonds aufrechterhalten, so Vucic.

Er betonte zudem, dass das grundlegende Ziel Serbiens die Entwicklung eines Investitionsplans für den Energiesektor durch Projekte wie neue Gasverbindungsleitungen sei, die die Energiesicherheit verbessern und die Stromerzeugung stabilisieren würden.

Er fügte hinzu, dass der Investitionsplan in einer aktualisierten Strategie zur Entwicklung des Energiesektors der Republik Serbien vorgestellt werden würde, die auch Prognosen bis 2050 enthalten würde.

In Bezug auf die Reformen der staatlichen und öffentlichen Unternehmen sagte Vucic, dass an einem neuen Gesetzesentwurf zur Regelung des Status der öffentlichen Unternehmen in Serbien gearbeitet werde, so die Pressemitteilung.

Die Forderung der IWF-Delegation in Serbien ist im Einklang mit den generellen Handlungsempfehlungen der Organisation im Angesicht der derzeitigen Krise.

„Die Straffung der Haushaltspolitik sollte im Jahr 2023 fortgesetzt werden,“ mahnte etwa der Direktor der Europaabteilung des IWF, Alfred Kammer, die EU-Staaten Mitte Oktober. Eine striktere Haushaltspolitik sei insbesondere notwendig, um die derzeit rekordverdächtige Inflation in den Griff zu bekommen, sagte Kammer weiter.