Slowenien ermöglicht Bau von Mini-Atomkraftwerken

Das slowenische Parlament hat am Donnerstag eine neue nationale Raumplanungsstrategie verabschiedet, die nicht nur den geplanten Ausbau des einzigen slowenischen Atomkraftwerks, sondern auch den Bau kleiner modularer Reaktoren ausdrücklich zulässt. 

sta.si
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Die Strategie, die den nationalen Planungsrahmen bis zum Jahr 2050 festlegt, schafft die rechtliche Grundlage für das Standortauswahlverfahren für Krško 2, den geplanten neuen Block im Kernkraftwerk Krško, sagte der Minister für natürliche Ressourcen, Uroš Brežan, am Donnerstag. [Shutterstock/Fineart1]

Das slowenische Parlament hat am Donnerstag eine neue nationale Raumplanungsstrategie verabschiedet, die nicht nur den geplanten Ausbau des einzigen slowenischen Atomkraftwerks, sondern auch den Bau kleiner modularer Reaktoren ausdrücklich zulässt. 

Die Strategie, die den nationalen Planungsrahmen bis zum Jahr 2050 festlegt, schafft die rechtliche Grundlage für das Standortauswahlverfahren für Krško 2, den geplanten neuen Block im Kernkraftwerk Krško, sagte der Minister für natürliche Ressourcen, Uroš Brežan, am Donnerstag.

„Der Übergang vom alten zum neuen Strategiedokument bedeutet, dass wir mit der Standortwahl für Krško 2 beginnen können“, sagte er.

In der Strategie wird kein genauer Standort für Krško 2 genannt, da dieser Gegenstand eines späteren Verwaltungsverfahrens sein wird.

Frühere Äußerungen von Regierungsvertretern deuten darauf hin, dass Krško 2 wahrscheinlich neben der bestehenden Anlage gebaut werden wird.

Das Dokument eröffnet jedoch auch die Möglichkeit, mehrere kleine modulare Reaktoren im ganzen Land zu bauen, so Brežan.

Kleine modulare Kernreaktoren (Small Modular Reactors, SMRs) mit einer Kapazität von bis zu 300 MW sind eine Technologie, die noch in den Kinderschuhen steckt, die aber innerhalb des nächsten Jahrzehnts ausgereift sein dürfte.

Westinghouse, das in den 1970er Jahren das Kernkraftwerk Krško gebaut hat, ist eines der Unternehmen, die SMRs entwickeln, und Vertreter der USA setzen sich seit Jahren für SMRs in Slowenien ein.

Russland und China sind die einzigen Länder, in denen SMRs in Betrieb sind, aber Slowenien hat erklärt, dass jeder Ausbau der Atomkraft auf westlicher Technologie basieren wird.