Spanische Stromkosten stiegen doppelt so stark wie EU-Durchschnitt

Der Strompreis in Spanien ist im ersten Halbjahr um 32,2 Prozent gestiegen und damit im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 mehr als zweimal stärker gestiegen als in anderen EU-Mitgliedstaaten.

EFE
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In der ersten Hälfte dieses Jahres zahlten die Haushalte in der EU im Durchschnitt 25,3 Euro pro 100 Kilowattstunde (kWh) Strom, einschließlich Steuern und Abgaben, während sie für Gas 8,6 Euro pro 100 verbrauchte Kilowatt zahlten. [Shutterstock/TanitJuno]

Der Strompreis in Spanien ist im ersten Halbjahr um 32,2 Prozent gestiegen und damit im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 mehr als zweimal stärker gestiegen als in anderen EU-Mitgliedstaaten, so die am Montag (31. Oktober) von Eurostat veröffentlichten neuen Daten.

In der ersten Hälfte dieses Jahres zahlten die Haushalte in der EU im Durchschnitt 25,3 Euro pro 100 Kilowattstunde (kWh) Strom, einschließlich Steuern und Abgaben, während sie für Gas 8,6 Euro pro 100 verbrauchte Kilowatt zahlten, wie EURACTIVs Partner berichtet.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021, in dem EU-Haushalte im Durchschnitt 22 Euro pro 100 kWh Strom zahlten, bedeutete dies einen durchschnittlichen Preisanstieg von 3,3 Euro. Erdgaspreise, was in 2021 6,4 Euro pro 100kWh Strom kostete, stieg im gleichen Zeitraum um 2,2 Euro.

Laut Eurostat sei Russlands Ukrainekrieg eine der „Hauptursachen“ für den Anstieg der Energiepreise.

Das EU-Statistikamt wies zudem darauf hin, dass der Anteil der staatlichen Steuern und Abgaben an den Endverbraucherrechnungen in der EU um durchschnittlich 15,5 Prozent bei Strom und 8,6 Prozent bei Gas gesunken ist, was auf die Subventionspolitik der Regierungen zurückzuführen sei.

Auf Länderebene ist die Tschechische Republik der EU-Mitgliedstaat, in dem die Strompreise in der ersten Jahreshälfte 2022 am stärksten gestiegen sind (+ 62 Prozent), während Estland mit 154 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 den höchsten Anstieg bei Gas verzeichnete.

Litauen (110 Prozent) und Bulgarien (108 Prozent) liegen bei den Erdgaspreiserhöhungen hinter Estland. In allen von Eurostat untersuchten Mitgliedstaaten ist der Erdgaspreis gestiegen, mit Ausnahme von Ungarn, das seine inländischen Gaspreise um 0,5 Prozent gesenkt hat, da es eine Preisregulierung anwendet.

Was die Stromkosten betrifft, so konnten neben Ungarn auch vier weitere Länder ihre Preise im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 senken, was laut Eurostat auf staatliche Subventionen zurückzuführen ist: die Niederlande (mit einer Senkung um 54 Prozent), Slowenien (-16 Prozent), Polen (-3 Prozent), Portugal (-1 Prozent) und Ungarn selbst (-1 Prozent).

Stromverbrauch wurde zudem in der ersten Hälfte des Jahres 2022 in absoluten Zahlen von Haushalten in Dänemark (45,6 Euros), Belgien (33,8 Euros), Deutschland (32,8 Euros) und Italien (31,2 Euros) am meisten bezahlt.

Ferner stieg auch der Preis für Erdgas für den Hausgebrauch in Spanien um 4,3 Punkte im Vergleich zum EU-Durchschnitt: ein Anstieg von 29,8 für Spanien und 25,5 Prozent für die EU.