Sputnik-Litauen-Redakteur in Lettland verhaftet

Der lettische Staatssicherheitsdienst hat den Redakteur von Sputnik Litauen festgenommen, weil er im Verdacht steht, gegen die EU-Sanktionen gegen die staatliche russische Nachrichtenagentur verstoßen zu haben.

LRT.lt
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epa06626150 Exterior view on the Russian Embassy in Riga, Latvia, 24 March 2018. Latvia's Foreign Minister Rinkevics on 23 March said that Latvia would expel 'one or several' Russian diplomats over the nerve agent attack on an ex-spy Sergei Skripal and his daughter Yulia in the UK city Salisbury, 04 March 2018. The leaders of the Czech Republic, Lithuania, Denmark and Ireland, have also said that they were considering further unilateral steps, including expelling diplomats. EPA-EFE/Toms Kalnins [<a href="https://epaimages.com/search.pp?flush=1&multikeyword=lithuania%20city%20riga&startdate=&enddate=&metadatafield44=0&autocomplete_City=&metadatafield5=" target="_blank" rel="noopener">TOMS KALNINS</a>]

Der lettische Staatssicherheitsdienst hat den Redakteur von Sputnik Litauen festgenommen, weil er im Verdacht steht, gegen die EU-Sanktionen gegen die staatliche russische Nachrichtenagentur verstoßen zu haben.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur LETA wurde Marats Kasems, ein lettischer Staatsbürger, am 3. Januar festgenommen, woraufhin ein Gericht einen Haftbefehl gegen ihn erließ.

Kasems wird verdächtigt, Sputnik, das als Propaganda-Sprachrohr des Kremls gilt und von der EU mit Sanktionen belegt wurde, mit wirtschaftlichen Mitteln zu versorgen. Es wurde ein Strafverfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Sanktionen eingeleitet.

Der Staatssicherheitsdienst teilte mit, er habe die Aktivitäten des lettischen Staatsbürgers seit langem überwacht.

Kasems hatte Berichten zufolge mehrere Jahre lang in Russland gelebt und gearbeitet, bevor er Ende letzten Jahres nach Lettland zog.

Nach der russischen Invasion in der Ukraine wurde Sputnik in den EU-Ländern gesperrt, weil es Moskaus militärische Aggression rechtfertigte.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei EURACTIVs Medienpartner exit.al.