Studie warnt vor drohender ‘Wasserkrise’ [DE]
Eine in Verbindung mit der jährlichen Weltwasserwoche veröffentlichte Studie fordert eine radikale Umstrukturierung der Wassernutzung in der Landwirtschaft. Eine Studie der WWF warnt vor zunehmender Wasserknappheit in Entwicklungsländern.
Eine in Verbindung mit der jährlichen Weltwasserwoche veröffentlichte Studie fordert eine radikale Umstrukturierung der Wassernutzung in der Landwirtschaft. Eine Studie der WWF warnt vor zunehmender Wasserknappheit in Entwicklungsländern.
Zum Auftakt der Weltwasserwoche in Stockholm wurden am 21. August 2006 die Ergebnisse einer von 700 Experten durchgeführten Studie über Wassermanagement in den letzten 50 Jahren vorgestellt. Die Studie ist im Auftrag von CGIAR erstellt worden, einer Beratungsgruppe für internationale Agrarforschung. Die Studie fordert eine radikale Umstrukturierung des Wassermanagements in der Agrarwirtschaft.
Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, jeden Wassertropfen maximal zu nutzen und die Wasserproduktivität zu verbessern. Die Studie fordert ebenfalls die Mehrfachverwertung von Wasser (wie zum Beispiel durch integrierte Lösungen für den privaten Gebrauch und für Ackerbewässerung) und besseres Wassermanagement.
Eine Studie der World Wildlife Foundation (WWF), die am 16. August 2006 veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass ein Drittel der Weltbevölkerung unter Wasserknappheit leidet. Die Studie warnt auch davor, dass „die Trockenheit in Europa aufgrund des Klimawandels im Laufe des Jahrhunderts drastisch zunehmen wird“.
Die Studie der WWF Rich countries, poor water stellt fest, dass „Klimawandel, Dürre und Verlust an Feuchtgebieten, die als Wasserspeicher dienen, in Kombination mit schwacher Wasser-Infrastruktur und schlechtes Wassermanagement, eine globale Krise ausgelöst haben“. Wasserintensiver Tourismus und eine drastische Zunahme an bewässerter Ackerwirtschaft gefährden die Wasservorräte in den Mittelmeerstaaten. Ein Rückgang der Umweltverschmutzung in Mitteleuropa wird nicht ausreichen, um die verschmutzten Wasserquellen zu retten.
Der WWF fordert die Regierungen auf, Lösungen zu suchen und sicherzustellen, dass die alternde Infrastruktur aufgewertet, die Verschmutzung reduziert und die Bewässerungstechnik effizienter gestaltet wird.