TikTok soll auf Geräten niederländischer Beamter verboten werden

TikTok und andere "spionageanfällig" Apps sollen von den Arbeitsgeräten der Beamten verboten werden, so das niederländische Kabinett, das von der Nutzung solcher Apps bereits stark abgeraten hat.

Euractiv.com
Russia,,Kazan,May,30,,2019:,Tik,Tok,Application,Icon,On
Der Schritt kommt, nachdem EU-Institutionen, Mitgliedstaaten und Großbritannien ähnliche Maßnahmen ergriffen haben, während auch Mitgliedstaaten wie die Tschechische Republik, die Slowakei und Dänemark Bedenken gegen die Plattform geäußert haben. [Shutterstock/XanderSt]

TikTok und andere „spionageanfällige“ Apps sollen auf den Arbeitsgeräten von Beamten verboten werden, so das niederländische Kabinett, das von der Nutzung solcher Apps bereits stark abgeraten hat.

EU-Institutionen und Großbritannien haben bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen. Zudem haben auch Mitgliedstaaten wie die Tschechische Republik, die Slowakei und Dänemark Bedenken gegen die Plattform geäußert.

„Die Regierung muss in der Lage sein, ihre Arbeit auf sichere Weise zu erledigen, auch über ihre mobilen Geräte. Jüngste parlamentarische Anfragen und internationale Entwicklungen haben uns zu einer sorgfältigen Abwägung veranlasst, die über das Abraten von einer Anwendung hinausgeht“, sagte Alexandra van Huffelen, Staatssekretärin für Digitalisierung.

„Wir entscheiden uns für eine strukturelle Lösung, auf die sich die Beamten der Zentralregierung bei ihrer Arbeit in einer digitalen Welt verlassen können“, fügte sie hinzu.

Für die Zukunft plant das Kabinett außerdem, die Arbeitsgeräte so zu verändern, dass die Installation von spionagegefährdeten Apps nicht mehr möglich ist. Apps, die als entscheidend für die Erfüllung „primärer Aufgaben“ für die Regierung gelten, sind von dieser Regelung ausgenommen.

Die Entscheidung folgt einer Empfehlung des niederländischen Geheimdienstes vom Februar, in der von der Installation spionagesensibler Apps auf den Geräten von Beamten stark abgeraten und auf das „erhöhte Sicherheitsrisiko“ hingewiesen wurde. Insbesondere Apps aus Ländern mit einem „aggressiven Cyberprogramm“ wurden als potenzielles Risiko eingestuft. Als Beispiele wurden China, Iran, Russland und Nordkorea genannt.