Tod von König Fahd vergrößert geopolitische Instabilität in der Erdölregion [DE]

Der Tod des saudiarabischen Königs Fahd könnte die globale Ölsituation weiter verschlechtern. Sein Nachfolger steht mehreren großen Herausforderungen gegenüber.

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Der Tod des saudiarabischen Königs Fahd könnte die globale Ölsituation weiter verschlechtern. Sein Nachfolger steht mehreren großen Herausforderungen gegenüber.

Obwohl die Ölpolitik des Landes sich vielleicht nicht unmittelbar ändern wird, sieht sich Abdullah großen Herausforderungen gegenüber: 

  • Demokratische Reformen und eine größere Offenheit in dem Land (z.B. im Hinblick auf die Rolle der Frauen in dieser patriarchalischen Gesellschaft) sind längst überfällig.
  • Die absolute Machtposition der Königsfamilie und ihre verschwenderische Lebensführung haben in Teilen der saudiarabischen Gesellschaft Frustrationen ausgelöst und auch den Widerstand einiger Gruppierungen hervorgerufen (insbesondere seitens Osama bin Laden und al-Qaida).
  • Das Verhältnis zu den USA ist nach den Anschlägen vom 11. September angespannter geworden. Hierzu beigetragen haben auch Spekulationen, wonach al-Qaida von saudischem Geld finanziert wird. 

Einige Experten befürchten, dass König Abdullah, der Reformen offener gegenüber zu stehen scheint als sein verstorbener Halbbruder, unter den Druck einiger seiner konservativeren Brüder geraten könnte. Die meisten saudischen Führer sind recht alt (Abdullah ist 81 Jahre alt und der neue Kronprinz Sultan 77 Jahre alt) und die neue Generation scheint nach der Macht zu streben. 

Laut Energieexperte Matthew Simmons seien die Ölreserven Saudi-Arabiens weitaus kleiner als allgemein angenommen werde. In seinem jüngsten Buch ‚Twilight in the desert‚ vertritt der Investmentbankier Simmons die Auffassung, dass die Ölförderung des Landes ihren Höhepunkt überschritten habe und künftig zurückgehen werde. Sollte sich seine Vorhersage bewahrheiten, hätte das schwerwiegende Folgen für die globale Energieversorgung und die Entwicklung der Ölpreise.