Tschechischer Premier vergleicht Ukraine-Krieg mit 9/11
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine sei ebenso wie die Terroranschläge vom 11. September 2001 ein Wendepunkt für die Welt gewesen, sagte Premierminister Petr Fiala am Mittwoch bei der Eröffnungsfeier der Konferenz Forum 2000 in Prag.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine sei ebenso wie die Terroranschläge vom 11. September 2001 ein Wendepunkt für die Welt gewesen, sagte Premierminister Petr Fiala am Mittwoch bei der Eröffnungsfeier der Konferenz Forum 2000 in Prag.
So habe der Angriff Russlands das Bündnis der westlichen Demokratien erneuert, wodurch die NATO und die EU erweitert und gestärkt worden seien, erklärte Fiala laut der Tschechischen Nachrichtenagentur.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm per Videoanruf an der Konferenz teil. Er erinnerte an die Ereignisse des Prager Frühlings und deren gewaltsame Niederschlagung durch die Armeen des Warschauer Paktes im August 1968.
Selenskyj wies auch darauf hin, dass die unzureichende Reaktion des Westens damals dazu geführt habe, dass die Chancen zur Befreiung der Länder des Sowjetblocks verpasst worden seien.
Vor kurzem hat Tschechien den Jahrestag der sowjetischen Invasion mit einer symbolischen Geste begangen, indem es 1.968 tschechische Kronen (80 Euro) in die Ukraine schickte.
In seiner Rede sagte der ukrainische Präsident, dass die Ukraine in ihrem Freiheitskampf weiterhin die Unterstützung des Westens in Form von Waffen, Munition, Geld und zusätzlichem Druck auf Russland benötige.
Er schlug die Einführung weiterer Sanktionspakete in den Bereichen Energie und Finanzen vor und forderte, dass ein spezielles Kriegsverbrechertribunal eingerichtet werden und die EU russische Propagandamedien verbieten sollte.
Gleichzeitig, diskutierten die EU-Außenminister:innen in Prag über ein mögliches Visumsverbot für russische Bürger, beschlossen aber letztlich nur, das Abkommen über Visaerleichterungen auszusetzen.
Die 26. Ausgabe der internationalen Konferenz Forum 2000, die sich mit Bedrohungen für die Demokratie und der Reaktion darauf befasst, begann am Mittwoch in Prag.