Über 500 Erdbeben erschüttern griechische Inseln

Ein ungewöhnliches geologisches Phänomen hat für über 500 Erdbeben in der Ägäis gesorgt. Während Wissenschaftler über die Ursache rätseln, sorgen sich Politiker um die wirtschaftlichen Folgen für beliebte Touristenziele.

EURACTIV.com
Continuous seismic activity between Santorini and Amorgos
Tausende Menschen sind bereits abgereist, während alle Schulen in der weiteren Region geschlossen wurden. [EPA-EFE/CHRISTOS YANTSIS]

Ein ungewöhnliches geologisches Phänomen hat für über 500 Erdbeben in der Ägäis gesorgt. Während Wissenschaftler über die Ursache rätseln, sorgen sich Politiker um die wirtschaftlichen Folgen für beliebte Touristenziele.

Seit letztem Sonntag haben aufeinanderfolgende Erdbeben im Unterwassergebiet zwischen den Inseln Santorini und Amorgos – im südlichen Teil der Ägäis – die lokale Bevölkerung in Panik versetzt. In den frühen Morgenstunden wurde das stärkste Erdbeben der letzten drei Tage gemessen.

Tausende Menschen sind bereits abgereist, während alle Schulen in der weiteren Region geschlossen wurden.

Der Fall Santorini ist durch seinen Vulkan besonders. Wissenschaftler sind uneinig darüber, ob das seltene Phänomen mit dem Vulkan in Verbindung steht. Gleichzeitig schließen sie nicht aus, dass ein großflächiges Erdbeben folgen könnte.

Am Rande des informellen Gipfels in Brüssel sprach der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis von einem „intensiven“ geologischen Phänomen. Er rief die Inselbewohner dazu auf, ruhig zu bleiben und den Anweisungen der Zivilschutzbehörden zu folgen. Für heute ist ein außerordentliches Treffen zwischen der Regierung und Wissenschaftlern geplant.

Die Region empfängt jedes Jahr Millionen von Touristen und trägt erheblich zum Bruttoinlandsprodukt des Mittelmeerlandes bei. Allein im Jahr 2023 begrüßte Santorini – mit einer lokalen Bevölkerung von 15.000 – mehr als drei Millionen Touristen.

[VP/VB]